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	<title>Fallbeispiele Archive - Kinderwunschzeit</title>
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	<description>Psychologische Beratung bei Kinderwunsch</description>
	<lastBuildDate>Mon, 24 Aug 2026 18:05:46 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Fallbeispiele Archive - Kinderwunschzeit</title>
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		<title>Wann wieder schwanger nach Fehlgeburt</title>
		<link>https://www.kinderwunschzeit.de/wann-wieder-schwanger-nach-fehlgeburt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kinderwunschzeit]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 22:41:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fallbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlgeburt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum solltest du nach einer Fehlgeburt warten, bevor du wieder schwanger wirst? – Ein Fall aus meiner Praxis Eine Fehlgeburt trifft Menschen an einem Punkt, an dem sie voller Hoffnung waren. Man fühlt sich plötzlich leer, schuldig, verwirrt – und oft sehr allein. Und irgendwann tauchen Fragen auf, die so viele beschäftigen. Zwei der häufigsten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading">Warum solltest du nach einer Fehlgeburt warten, bevor du wieder schwanger wirst? – Ein Fall aus meiner Praxis</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Fehlgeburt trifft Menschen an einem Punkt, an dem sie voller Hoffnung waren. Man fühlt sich plötzlich leer, schuldig, verwirrt – und oft sehr allein. Und irgendwann tauchen Fragen auf, die so viele beschäftigen. Zwei der häufigsten Fragen, die ich in meiner Praxis höre, sind:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann kann ich wieder schwanger werden nach einer Fehlgeburt?</strong><br><strong>Wie schaffe ich es, mich wieder auf eine Schwangerschaft einzulassen? Ich habe so große Angst, dass es wieder passiert!?!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort ist sehr individuell – körperlich wie emotional. In diesem Artikel möchte ich dir Orientierung geben, die medizinische Faktenlage erklären und gleichzeitig anhand eines Beispiels aus meiner Praxis einfühlsam auf die seelische Seite eingehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann wieder schwanger nach Fehlgeburt? – Medizinische Empfehlungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die empfohlene Wartezeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem vom Schwangerschaftszeitpunkt und dem körperlichen Verlauf.</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Nach einer frühen Fehlgeburt (bis ca. 12. SSW)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach frühen Fehlgeburten ist eine neue Schwangerschaft oft bereits nach der nächsten Periode möglich. Der Körper regeneriert sich meist schnell.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum empfehlen viele Ärztinnen und Ärzte, eine Menstruation abzuwarten?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Zyklus stabilisiert sich.</li>



<li>Der Zeitpunkt einer erneuten Schwangerschaft lässt sich besser bestimmen.</li>



<li>Der Körper kann den hormonellen Übergang sauber abschließen.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">2. Nach einer Ausschabung (Curettage)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach diesem Eingriff wird häufig geraten, <strong>1–2 normale Blutungen</strong> abzuwarten, damit sich die Gebärmutterschleimhaut vollständig regenerieren kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Nach einer späteren Fehlgeburt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">War die Schwangerschaft weiter fortgeschritten, benötigt der Körper mehr Heilungszeit. Die Empfehlung lautet häufig:<br><strong>ca. drei Monate warten</strong>, abhängig vom individuellen Verlauf.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was sagen aktuelle Studien?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Lange Zeit galt die WHO-Empfehlung, sechs Monate zu warten. Inzwischen zeigt die Forschung jedoch klar:</p>



<p class="wp-block-paragraph">👉 Eine schnellere erneute Schwangerschaft erhöht das Risiko nicht.<br>👉 Viele Frauen haben sogar bessere Chancen, wenn sie früher – innerhalb von 6 Monaten – wieder schwanger werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abstand muss also nicht zwingend lang sein – wichtig ist, dass <strong>Körper und Seele bereit</strong> sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du nach einer Fehlgeburt merkst, dass du körperlich weiter wärst als innerlich, ist das nichts Ungewöhnliches. Dann lohnt es sich, die seelische Belastung ernst zu nehmen und strukturiert zu begleiten. Wenn du dazu ein Gespräch möchtest, kannst du hier einen Ersttermin vereinbaren und zusammen herausfinden, was du brauchst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Emotionale Verarbeitung: Der persönliche Zeitpunkt ist entscheidend</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage <strong>„Wann wieder schwanger nach Fehlgeburt?“</strong> betrifft nicht nur den Körper. Sie ist oft eng verknüpft mit emotionalen Prozessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier möchte ich dir ein anonymisiertes Beispiel aus meiner Praxis darstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fallbeispiel aus meiner Praxis: Wenn Angst und Kontrolle den Weg blockieren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kathrin (Name geändert) hatte <strong>Endometriose und Adenomyose</strong>. Sie war überglücklich, endlich schwanger geworden zu sein. In der 7. Schwangerschaftswoche sah sie einmal das Herz schlagen. Dann bekam sie Schmierblutungen und ahnte das Schlimmste.<br>Der Arzt stellte eine <strong>Missed Abortion</strong> fest. Der Embryo hatte sich nur wenig weiterentwickelt und war dann verstorben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der bewusste Abschied – ein selbstbestimmter Abgang</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kathrin entschied sich für einen medikamentösen Abgang.<br>Warum?<br>Weil sie die Kontrolle zurückhaben wollte. Sie wollte den Abgang bewusst erleben, ihren Embryo würdigen, ihn gebären, auffangen, ansehen und behutsam reinigen.<br>In ihrem Lieblingspark hat sie ihn später begraben. An dieser Stelle liegt ein von ihr und ihrem Mann bemalten Stein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ließ sich mehrere Wochen krankschreiben, um Raum für ihre Gefühle zu haben. Eigentlich hatte sie alles richtig gemacht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Drei Monate später: Körperlich bereit – emotional blockiert</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach drei Monaten wollte sie weitermachen. Die medizinisch empfohlene Wartezeit war vorbei, ihr Zyklus hatte sich stabilisiert.<br>Doch innerlich war da noch so viel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Versagensgefühle</li>



<li>Kontrollverlust</li>



<li>Schuldgefühle</li>



<li>Ungerechtigkeit („Er war da … und dann wurde er mir weggenommen.“)</li>



<li>Verlustangst</li>



<li>Unruhe (im Herzen und Bauch)</li>



<li>Angst, dass es wieder passiert</li>



<li>Neid auf die schwangere Nichte</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Sie stellte mir viele Fragen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Bin ich wirklich bereit? Ich kann das nicht mit Sicherheit spüren.“<br>„Will ich nur wieder schwanger werden, um den Verlust zu kompensieren?“<br>„Wie überstehe ich die ersten 12 Wochen? Ich habe jetzt schon Angst.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während sie sprach, spürte ich keine Trauer. Ich spürte vielmehr eine <strong>emotionale Mauer</strong>.<br>Sie war kontrolliert, schützend, hart – und dahinter lag eine Leere.<br>Ich war mir nicht sicher, ob ich sie überhaupt erreichen würde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Verlust war nicht vollständig verarbeitet</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn jemand große Angst vor einer erneuten Schwangerschaft hat, ist oft ein Teil des vorangegangenen Verlustes noch unverarbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Kathrin war es schwer, an diesen Kern zu kommen. Sie stand hinter ihrer Schutzmauer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fragte sie, welche Situation sich <strong>heute</strong> noch schlimm anfühlt. Sie erwähnte nur einen Moment im Krankenhaus, als sie so heftig weinte wie nie zuvor. <strong>Ihr ganzer Körper</strong> weinte. Sie war damals wie in Schockstarre, sagte sie mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch während sie erzählte, blieb sie emotional distanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Emotion schien noch keinen Ausdruck gefunden zu haben – etwas wartete darauf, „abgeholt“ zu werden.<br>Ich vermutete: <strong>Kontrollverlust</strong>.<br>Denn der Zusammenbruch im Krankenhaus war für sie nicht kontrollierbar – für eine sehr kontrollierte Person ein Albtraum.</p>



<h3 class="wp-block-heading">EMDR-Einsatz: Zugang zur blockierten Emotion</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Über reines Gespräch und Innehalten gelangten wir nicht an das Gefühl heran.<br>Also schlug ich vor, mit <strong><a href="/emdr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EMDR</a></strong> zu arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie fühlte sich stabil genug und war einverstanden.<br>Sie spürte Unruhe im Herzen und Bauch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir begannen mit der taktilen EMDR-Stimulation.<br>Sie hatte ein inneres Bild von sich selbst – die „damalige Kathrin“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bat sie, dieser Kathrin in die Augen zu schauen und ihren Körper wahrzunehmen. Dadurch kam sie zum ersten Mal wirklich in Kontakt mit ihren Gefühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EMDR wirkt oft wie ein <strong>„Gefühlssauger“</strong> – sobald man dem limbischen System nur ein bisschen von dem zeigt, was in einem steckt, holt es den Rest an die Oberfläche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kathrin begann heftig zu weinen.<br>Ich fragte vorher, ob Berührung okay sei, und legte eine Hand auf ihren Rücken und eine auf ihre Schulter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich zeigte ihr damit:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Du bist nicht allein.</li>



<li>Ich bin ganz bei dir.</li>



<li>Wir schaffen das zusammen.</li>



<li>Du bist in Sicherheit.</li>



<li>Du darfst alles rauslassen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Körper spannte sich stark an, besonders Hände und Schultern.<br>Ich lud sie ein, einfach nur wahrzunehmen – ohne dagegen anzukämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Habe Vertrauen zu deinem Körper. Er erinnert sich gerade. Und jetzt, in der Sicherheit, kann er sich regulieren. Gib ihm Zeit. Er kann das. Ich bleibe ganz bei dir“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach kurzer Zeit begann sich ihr Körper zu entspannen.<br>Ihre Atmung wurde ruhiger.<br>Das Weinen ließ nach.<br>Die Unruhe im Bauch und Herzen verschwand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entspannung vertiefte sich, und sie öffnete langsam die Augen.<br>Sie war erstaunt – und wir beide waren erleichtert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie schaute innerlich wieder auf die Situation im Krankenhaus. Die Situation fühlte sich emotional entladen. <br>Sie hatte ihre Kontrolle abgegeben, diesmal mit heilsamer Wirkung.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>D</strong>ie Wirkung nach der EMDR-Sitzung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Wochen später sah ich sie wieder. Sie berichtete:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>starke Müdigkeit nach der Sitzung (normal)</li>



<li><strong>Versagensgefühle</strong>: kaum noch spürbar</li>



<li><strong>Schuldgefühle</strong>: kaum noch spürbar</li>



<li><strong>Angst vor erneutem Verlust</strong>: deutlich reduziert</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wir arbeiteten in der Sitzung noch mit EMDR an dem <strong>Neidgefühl</strong> gegenüber ihrer schwangeren Nichte.<br>Danach konnte sie ganz klar spüren:</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>„Ich bin bereit für einen weiteren Versuch,  bereit für eine Schwangerschaft.“</strong></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>„Meine Nichte zu treffen, müsste nun für mich erträglich sein&#8220;</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Hilfreiche Fragen auf dem Weg zurück in die Zuversicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen spüren intuitiv, ob sie innerlich bereit sind – andere benötigen mehr Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hilfreiche Fragen können sein:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fühle ich mich emotional stabil genug für eine neue Schwangerschaft?</li>



<li>Habe ich ausreichend Raum für meine Gefühle gehabt?</li>



<li>Habe ich die Kraft, mit beiden Ausgangsmöglichkeiten umzugehen – gelungene Schwangerschaft <em>oder</em> erneuter Verlust?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt kein „richtiges“ Tempo.<br>Nur das, was <strong>sich für dich gut anfühlt</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Kathrin war nicht der Körper das Hindernis, sondern der unverarbeitete Kontrollverlust. Das erlebe ich in der Praxis häufig. Wenn du spürst, dass es bei dir ähnlich ist, melde dich gern – dann klären wir im Erstgespräch, was für dich jetzt sinnvoll ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Dem Sternenkind einen Platz geben – damit das nächste Kind frei kommen kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Grund, warum du warten sollst, <strong>bevor du nach Fehlgeburt wieder schwanger wirst</strong>: Es ist sehr wichtig, dass ein neues Kind <strong>nicht als Ersatz für das verstorbene Sternenkind</strong> gesehen wird. Das unbewusste Gefühl, jemanden ersetzen zu müssen, kann eine <strong>tiefe psychische Belastung</strong> hinterlassen und das Leben des folgenden Kindes nachhaltig beeinflussen und bremsen. Ich habe das Thema öfters in meiner Praxis mit Patientinnen verarbeiten müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gib deinem Sternenkind <strong>einen liebevollen Platz in deiner Familie</strong> – zum Beispiel <strong>Platz 3</strong>, wenn es das dritte Kind war. Bewahre dein Sternenkind im Herzen, so dass es unvergessen bleibt. Auf diese Weise kann das nächste Kind &#8211; hier das vierte &#8211; <strong>für sich selbst</strong> in die Familie kommen – nicht, um ein anderes Kind zu ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jedes Kind</strong>, unabhängig davon, wie kurz es gelebt hat, <strong>hat das Recht</strong>, <strong>gesehen, geachtet und geliebt</strong> zu werden. Die Bedeutung dieser Anerkennung für die ganze Familie und ihre seelische Gesundheit zeigt sich immer wieder in <strong>Familienaufstellungen</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nachkontrolle: Warum ein ärztliches Gespräch wichtig ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kontrolltermin kann Klarheit und Sicherheit geben. Dort wird besprochen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>ob körperlich alles gut abgeheilt ist</li>



<li>ob es Hinweise auf eine Ursache gab</li>



<li>ob besondere Empfehlungen für eine Folgeschwangerschaft sinnvoll sind</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">In den meisten Fällen wird <strong>keine spezifische Ursache</strong> gefunden – und die Chancen auf eine gesunde Folgeschwangerschaft sind sehr hoch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Wann wieder schwanger nach Fehlgeburt? – Körper und Gefühl weisen den Weg</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <a href="/hilfe-nach-fehlgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fehlgeburt</a> ist ein Verlust, der Zeit braucht. Doch sie nimmt nicht die Fähigkeit, erneut Hoffnung zu spüren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der richtige Zeitpunkt für eine neue Schwangerschaft ist eine Mischung aus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>medizinischer Erholung</strong></li>



<li><strong>emotionaler Bereitschaft</strong></li>



<li><strong>dem eigenen Bauchgefühl</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn beides – Körper und Herz – bereit sind, ist der Moment gekommen, nach vorne zu schauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer hat diesen Beitrag geschrieben?</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="937" height="1024" src="https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-937x1024.jpg" alt="Pascale Chartrain, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zert. BKiD Kinderwunschberaterin, zert. EMDR-Traumatherapeutin (VDH) und Trauerbegleiterin" class="wp-image-8068" style="aspect-ratio:0.9150384469935712;width:341px;height:auto" srcset="https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-937x1024.jpg 937w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-275x300.jpg 275w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-768x839.jpg 768w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein.jpg 962w" sizes="(max-width: 937px) 100vw, 937px" /><figcaption class="wp-element-caption">Pascale Chartrain, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zert. BKiD Kinderwunschberaterin, zert. EMDR-Traumatherapeutin (VDH) und Trauerbegleiterin</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ich bin Pascale Chartrain. In meiner Arbeit geht es darum, herauszufinden, wo die Belastung ihren Ursprung hat. Innere Anspannung, belastende Erinnerungen und Gefühle dürfen nach und nach an Kraft verlieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich begleite dich traumasensibel, körperorientiert und mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Begleitung von Frauen nach <a href="/hilfe-nach-fehlgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fehlgeburt</a>, <a href="/eileiterschwangerschaft-verarbeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eileiterschwangerschaft</a>, <a href="/hilfe-nach-totgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">stiller Geburt</a>, <a href="/hilfe-nach-medizinisch-indiziertem-schwangerschaftsabbruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">medizinisch indiziertem Schwangerschaftsabbruch</a> oder <a href="/geburtstrauma-verarbeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geburtstrauma </a>in meiner Praxis in Berlin oder Online.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich arbeite mit wissenschaftlich fundierten <a href="/methoden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Methoden</a> wie <a href="/emdr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EMDR</a>, <a href="https://www.kinderwunschzeit.de/brainspotting/">Brai</a><a href="/brainspotting/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">n</a><a href="/brainspotting/" data-type="link" data-id="/brainspotting/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">spotting</a> und inneren Bildern. Diese Methoden helfen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und dein Nervensystem zu stabilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit meiner Begleitung kannst du wieder mehr Ruhe, Halt und Stabilität in dir finden – das Erlebte belastet dich nicht mehr so stark und du spürst Schritt für Schritt wieder mehr Boden unter den Füßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8211;> <a href="/pascale-chartrain/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mehr über mich und meine Ausbildungen</a></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Brauchst du Unterstützung oder Begleitung, um dich für eine Folgeschwangerschaft bereit zu fühlen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du nicht lange warten kannst, kontaktiere mich gern. Ich helfe dir, den Verlust oder das Trauma zu verarbeiten, damit du bald wieder mit Zuversicht – und deinem Sternenkind im Herzen – spüren kannst, <strong>wann du wieder schwanger nach Fehlgeburt</strong> sein möchtest.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">In einem kostenfreien Kennenlerngespräch schauen wir gemeinsam, ob meine Begleitung zu deiner Situation und zu dir passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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			</item>
		<item>
		<title>Tipps bei Trauer nach negativer IVF/ICSI</title>
		<link>https://www.kinderwunschzeit.de/tipps-bei-trauer-nach-negativer-ivf-icsi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kinderwunschzeit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2025 18:40:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fallbeispiele]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderwunschzeit.de/?p=7267</guid>

					<description><![CDATA[<p>Tipps bei Trauer nach negativen IVF/ICSI für Paare mit anschließendem Ritual. Du hast dir viel Mühe bei der Behandlung gegeben und alles getan, was zu tun war. Doch nun hältst du einen negativen Schwangerschaftstest in der Hand. Oder die Kinderwunschklinik hat dir mitgeteilt, dass es kein HCG gibt &#8211; negativer BT. Du bist enttäuscht, wütend [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kinderwunschzeit.de/tipps-bei-trauer-nach-negativer-ivf-icsi/">Tipps bei Trauer nach negativer IVF/ICSI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kinderwunschzeit.de">Kinderwunschzeit</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading">Tipps bei Trauer nach negativen IVF/ICSI für Paare mit anschließendem Ritual.</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast dir viel Mühe bei der Behandlung gegeben und alles getan, was zu tun war. Doch nun hältst du einen negativen Schwangerschaftstest in der Hand. Oder die Kinderwunschklinik hat dir mitgeteilt, dass es kein HCG gibt &#8211; negativer BT. Du bist enttäuscht, wütend oder sehr traurig: Die gut aussehende Blastozyste hat sich nicht einnisten können. Vielleicht fühlst du dich ganz leer? Diese Leere und die <strong>Trauer nach einer negativen IVF oder ICSI</strong> sind vollkommen normal und dürfen da sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">➡ Für mehr Infos zu diesem Thema: <a href="/fehlgeburt-und-geburtstrauma-verarbeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Trauerbewältigung bei Kinderwunsch</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier möchte ich euch ein paar Tipps geben, wie ihr mit der <strong>Trauer nach einer negativen IVF oder ICSI</strong> umgehen könnt. Ich schlage euch am Ende auch ein gemeinsames kleines Ritual vor. Rituale helfen loszulassen und können besonders heilsam sein, wenn der Schmerz nach einer fehlgeschlagenen Kinderwunschbehandlung noch frisch ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tipps für die Frauen mit Trauer nach einem negativen IVF- oder ICSI-Versuch:</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Du hast während der Wartezeit nach dem Transfer alles richtig gemacht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ob der Embryo sich einnistet oder nicht, kannst du leider nicht beeinflussen. Natürlich hast du keinen Extremsport gemacht oder sehr ungesunde Sachen gegessen oder getrunken, sondern gut auf dich aufgepasst. Genau das war richtig. Mehr kannst du nicht beeinflussen, als für dich selbst deine beste Mutter in der Wartezeit zu sein. Die <strong>Trauer nach einer negativen IVF</strong> entsteht oft aus dem Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben – doch das ist nicht der Fall. Ob Leben entsteht oder nicht, liegt nicht in unseren Händen. Es ist traurig, aber dafür brauchst du keine Verantwortung zu tragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Es gibt viele Gründe, warum sich ein Embryo nicht einnisten kann.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich das letzte Mal im November wieder einmal in einer Kinderwunschklinik hospitiert habe, fand ich es so wichtig, dass die Ärztin sagte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zu 95% liegt es am Embryo selber, ob er sich nach dem Transfer weiterentwickelt oder nicht</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der Embryo entsteht nicht nur aus deiner Eizelle, sondern aus der Verbindung zwischen einem Spermium und einer Eizelle. Wie die Chromosomen sich miteinander verbinden, hat weder mit deiner Gebärmutter noch mit dir zu tun. Wenn der Inhalt des Embryos nicht einwandfrei ist, kann er sich schwer weiterentwickeln und sich nicht einnisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Entstehen des Lebens liegt nicht in unserer Kontrolle. Wir können dem Embryo nur eine Möglichkeit zum Leben geben. Ob er diese Chance nutzen kann, entscheidet zum größten Teil seine eigene Biologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich kann man noch mit dem Arzt andere Untersuchungen machen, falls noch nicht geschehen – etwa, ob die Gebärmutter entzündet ist. Aber wenn alles überprüft wurde, kannst du sicher sein, dass es am Embryo liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es liegt in keinem Fall daran, was du während der Wartezeit gemacht oder nicht gemacht hast. Du trägst keine Verantwortung für das Ergebnis. Diese Klarheit ist wichtig, um die Trauer nach einer negativen IVF nicht zusätzlich mit Schuldgefühlen zu belasten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Psyche spielt keine Rolle bei einer erfolglosen IVF oder ICSI</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Frauen sagen mir, dass sie in der Wartezeit zu viel Stress hatten. Sie sagen, dass sie nicht immer positiv gedacht haben. Sie sagen, dass sie nicht immer gut geschlafen haben. Die Psyche kann eine IVF oder ICSI nicht zum Scheitern bringen – das ist wissenschaftlich nicht bewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade wenn die <strong>Trauer nach einer negativen IVF</strong> groß ist, suchen viele Frauen nach einem Grund oder nach etwas, das sie „anders hätten machen können“. Aber:<br>Wenn die Psyche so viel Kraft hätte, wie du denkst, dann müsste es in beide Richtungen gelten. Das heißt: Du könntest auch eine Schwangerschaft vermeiden, wenn du sie nicht willst. Die Realität zeigt aber etwas anderes – es gibt viele ungewollte Schwangerschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Psyche trägt also <strong>keine Verantwortung</strong> für das negative BT.<br>Du darfst entspannt oder unentspannt schwanger werden, hoffnungsvoll oder zweifelnd, ruhig oder gestresst. Das hat keinen Einfluss auf die Biologie der Einnistung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Qualität des Embryo in Deutschland kann nicht bestimmt werden </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst wenn der Arzt sagt: &#8222;Die Blastozyste sieht sehr gut aus&#8220; sagt das nichts darüber aus, wie sie sich weiterentwickeln wird. Es sagt nur etwas über den bisherigen Zustand des Embryo aus: &#8222;Er hat sich bis jetzt gut entwickelt&#8220; ABER: wie es weiter geht, weiß niemand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Frauen nehmen Schuld auf sich, wenn sie hören, dass die Blastozyste gut aussieht, sich aber bei ihnen nicht weiterentwickelt. Da die Weiterentwicklung im Körper der Frau stattfindet, entsteht der Gedanke, der eigene Körper habe „versagt“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch das stimmt nicht.<br><strong>Eine gut aussehende Blastozyste bedeutet nicht, dass sie genetisch gesund ist.</strong><br>In der Kinderwunschbehandlung sieht man nur die äußere Form – nicht die inneren Chromosomen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gerade wenn die <strong>Trauer nach einer negativen IVF, ICSI oder Bluttest</strong> stark ist, ist dieser Unterschied wichtig:<br>Dein Körper ist nicht schuld.<br>Die Biologie entscheidet – nicht deine Gebärmutter, nicht deine Psyche, nicht dein Verhalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gefühle nach einer fehlgeschlagenen IVF oder ICSI zulassen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nimm dir ein paar Tage Ruhe, um der Traurigkeit, Wut, dem Frust, der Enttäuschung, dem Gefühl der Ungerechtigkeit oder anderen Emotionen Raum zu geben. Gerade die <strong>Trauer nach einer negativen IVF oder ICSI</strong> braucht Zeit, um sich zu zeigen und verarbeitet zu werden. Du wirst sehen: Nach ein paar Tagen wird es dir oft schon ein Stück besser gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser psychisches System ist so aufgebaut, dass sich Spannungen lösen, wenn wir Gefühle zulassen und ausdrücken. Wenn wir sie dagegen wegdrücken, geben wir ihnen mehr Kraft – und verlieren dafür die Energie, die wir im Alltag eigentlich bräuchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ja, Gefühle zuzulassen verändert das Ergebnis der Behandlung nicht. Aber es entlastet deine Psyche und hilft dir, den Schmerz zu verarbeiten und innerlich wieder Boden unter die Füße zu bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lass dich, wenn möglich, <strong>nach dem negativen Bluttest (BT)</strong> ein paar Tage krankschreiben – sei es vom Hausarzt oder vom Frauenarzt.<br>Weine, wenn dir danach ist, oder entlade deine Wut behutsam, zum Beispiel indem du in eine Matratze schlägst.<br>Manche Menschen spüren ihre Gefühle besser, wenn sie mit jemandem darüber sprechen.<br>Finde den Weg, der sich für <strong>dich</strong> richtig anfühlt – einen Weg, der dir hilft, deine Gefühle wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gehe in die Natur spazieren. Das entspannt fast immer. Oder tue genau das, was dir sonst hilft, wenn du Kraft und Trost brauchst. Diese Wege sind sehr individuell – erlaube dir, das zu tun, was wirklich DIR guttut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Psychologische Hilfe, wenn die  Gefühle nach der negativen IVF/ICSI zu überwältigend werden:</h3>



<p class="wp-block-paragraph" id="uk-text-center">Sollte es dir nach zwei bis drei Tagen nicht besser, sondern schlechter gehen, empfehle ich dir, Kontakt mit mir &#8211; <a href="/pascale-chartrain/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pascale Chartrain</a> &#8211; aufzunehmen. Oft bedeutet ein sehr starker emotionaler Schmerz, dass ähnliche Gefühle aus einem früheren Ereignis mitschwingen. Dann wird die Reaktion nach einer negativ verlaufenen IVF stärker, als es der aktuelle Anlass allein erklären könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Häufig ist dieses früher erlebte Ereignis nicht einmal bewusst – es kann aus einer Lebensphase stammen, an die du keine konkrete Erinnerung hast. Mit den <a href="/methoden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Methoden</a>, mit denen ich arbeite, kann ich dich dabei unterstützen, diese tieferen Ebenen der Trauer zu lösen und deinen emotionalen Zustand wieder zu stabilisieren. Dabei arbeite ich traumasensibel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Bei einem negativen Schwangerschaftstest nach einer IVF/ICSI: Du hast es dir verdient, dir etwas Gutes zu tun</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich empfehle meinen Klientinnen oft, vor Beginn einer Kinderwunschbehandlung eine Liste von Unternehmungen aufzuschreiben, die ihnen Spaß machen und ihnen Kraft und Sicherheit geben &#8211; allein oder mit ihrem Partner. Nun, nach der <strong>Trauer über die negative IVF</strong>, ist genau der richtige Zeitpunkt, diese Liste hervorzuholen und sich etwas daraus auszusuchen. <strong>Du hast es dir verdient!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht darum, deine großen Anstrengungen während der Behandlung zu würdigen. Du hast alles getan, und es hat dich viel Kraft gekostet. Du darfst stolz auf dich sein und auf das,  was du geleistet hast.<br>Bitte belohne dich dafür – nicht erst, wenn es irgendwann klappt, sondern jetzt, wo du es besonders brauchst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wann und wie geht es weiter nach der fehlgeschlagenen Behandlung mit IVF oder ICSI?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Beginn die nächste Behandlung erst, wenn du das Gefühl hast, dass ihr beide – du und dein Partner*in – wieder genug Kraft habt, um <strong>beide möglichen Ausgänge</strong> der Behandlung gut verkraften zu können. Nur du allein kannst es spüren, wann du so weit bist, nicht die Ärztin oder der Arzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Trauer nach einer negativen IVF</strong> kann Zeit benötigen. Genau diese Zeit darfst du dir nehmen, ohne Druck, ohne Vergleiche und ohne Erwartung, sofort weiterfunktionieren zu müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tipps für die Partner*Innen nach einem negativen IVF- oder ICSI-Versuch:</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Bestärke deine Frau</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstütze deine Frau darin, dass sie die Schuld nicht bei sich sucht, indem du ihr öfter sagst, dass sie alles richtig und toll gemacht hat. Wiederhole, dass ein Kind nicht nur durch ihre Eizelle und Gebärmutter entsteht, sondern auch durch den Inhalt des Spermiums (siehe oben) und dass niemand sagen kann, woran es liegt – außer sehr wahrscheinlich an der Biologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade bei <strong>Trauer nach einer negativen IVF, ICSI oder Bluttest</strong> ist es wichtig, Schuldgefühle gar nicht erst entstehen zu lassen. Deine Worte können Sicherheit, Trost und Halt geben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erlaube deiner Frau zu fühlen, was sie gerade fühlt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Männer fühlen sich hilflos, wenn sie sehen, dass ihre Frau weint. Dabei ist Weinen eine natürliche Entlastung für die Psyche und hilft, den Schmerz zu verarbeiten und loszulassen.<br>Frage  deine Frau, was sie gerade braucht: eine Schulter, eine Umarmung oder vielleicht etwas Ruhe für sich allein. Die Bedürfnisse können sehr unterschiedlich sein. Gehe niemals davon aus, dass sie das braucht, was du gerade selbst bräuchtest. Frauen und Männer erleben <strong>Trauer nach einer negativen BT &#8211; Schwangerschaftstest</strong> &#8211; unterschiedlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weinen und Wut sind keine Krankheit, sondern normale Reaktionen nach einer Enttäuschung.<br>Erlaube deiner Frau, diese Gefühle auszudrücken, so lange sie sie braucht – das können bis zu drei Tage sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Versuche nicht, sie abzulenken</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vermeide Sätze wie: „Das wird beim nächsten Mal klappen“ oder „Bald wird es sicher passieren“. Deine Frau kann in den ersten Tagen gar nicht an die Zukunft denken, sondern spürt den Schmerz, dass es <strong>JETZT</strong> nicht geklappt hat. Sie braucht den Raum, um ihre Gefühle zu spüren – und du kannst ihr genau diesen Raum geben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sei einfach für sie da</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Entlaste deine Frau von Alltagsaufgaben, wenn sie das wünscht. Männer wollen oft stark sein, wenn die Schwangerschaft nicht eingetreten ist. Du musst jedoch nicht den „starken Mann“ spielen, der keine Gefühle zeigt. Im Gegenteil: Deine Frau könnte denken, sie sei die Einzige, die traurig oder wütend ist. Es ist normal, dass du anders fühlst als sie, denn die Einnistung musste nicht in deinem Körper stattfinden, und du hast keine Hormone eingenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht darum, deine Frau nicht allein mit ihrer Trauer nach einer <strong>negativen IVF oder ICSI</strong> zu lassen. Du musst nicht weinen, wenn dir nicht danach ist.  Aber du darfst deine Gefühle zeigen oder mitteilen und musst sie nicht verstecken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gemeinsam wieder Kraft schöpfen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach drei Tagen kannst du fragen, ob sie Lust hätte, etwas Schönes mit dir zu unternehmen. Das Leben soll nicht nur aus Kinderwunsch bestehen, dessen Erfüllung man nicht kontrollieren kann. Es soll auch aus schönen Dingen bestehen, die ihr beide aktiv gestalten könnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nimm die Liste eurer Unternehmungen und setzt gemeinsam etwas davon um. So würdigst du die Anstrengungen deiner Frau und schenke euch beiden einen Moment mit liebevoller Zweisamkeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Psychologische Unterstützung nach nicht gelungener IVF/ICSI</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte es deiner Frau nach 3–4 Tagen schlechter gehen oder nicht deutlich besser, kannst du sie unterstützen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen – wie mich, spezialisiert auf Kinderwunsch und Trauerbewältigung. Ich arbeite mit Methoden, die helfen, die Emotionen und den Stress zu verarbeiten. So kann die Intensität der Trauer nach einer negativen IVF oder ICSI deutlich reduziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">👉Du kannst zum Beispiel unter dem Punkt: &#8222;<a href="/keine-einnistung-trotz-guter-blastozysten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Keine Einnistung trotz guter Blastozysten</a>&#8220; mehr erfahren wie ich in solchen Fällen unterstütze oder wenn du schon mehrere fehlgeschlagene Versuche hattest und das zu sehr an deinen Kräften zehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">👉Auch unter <a href="/wartezeit-nach-embryotransfer/" data-type="link" data-id="/wartezeit-nach-embryotransfer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wartezeit nach Embryotransfer</a> kannst du lesen, wie ich deine Frau auf den nächsten Transfer psychisch und emotional vorbereiten und stärken kann.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Beispiel eines gemeinsamen Rituals zum Loslassen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht habt ihr einen Garten oder einen Balkon.<br>Nehmt eine kleine Feuerschale oder einen Topf zur Hand.<br>Sucht euch gemeinsam ein Symbol für die Blastozyste – etwas Kleines und Rundes wie eine Filzkugel, eine Wattekugel oder ein Papierknäuel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schreibt beide einen persönlichen Abschiedsbrief – an die Blastozyste oder an das Leben, das nicht entstehen konnte.<br>Schreibt alles auf, was in euch war: eure Gedanken und Hoffnungen vor der Wartezeit, eure Gefühle währenddessen und das, was euch jetzt bewegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach schreibt ihr eure Wünsche für die Zukunft auf ein eigenes, separates Blatt Papier.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lest euch eure Briefe gegenseitig vor, wenn ihr bereit dazu seid.<br>Erlaubt euch eure Gefühle, da zu sein – Tränen, Stille, Wut, Erleichterung. Alles ist richtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Legt dann das Symbol für die Blastozyste, die beiden Briefe und eure Wunschzettel in die Feuerschale und entzündet die Papiere achtsam.<br>Schaut gemeinsam auf das Feuer. Während das Feuer brennt, könnt ihr – wenn es sich stimmig anfühlt – Worte wie diese sprechen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Lieber Blastozyste, danke, dass du da warst und versucht hast zu wachsen.<br>Wir haben dich gesehen. Du warst wichtig für uns.<br>Wir haben uns auf dich gefreut und dich schon in unseren Herzen getragen.<br>Nun hat deine Biologie anders entschieden.<br>Wir lassen dich los – in Ruhe und in Frieden.<br>Wir vergessen dich nicht.<br>Wenn du möchtest, kannst du zu unseren Ahnen gehen, denn auch du gehörst zu unserer Familie.<br>Wir schauen nun nach vorn und hoffen, dass du vielleicht eines Tages Geschwister bekommst, die bei uns bleiben dürfen.“</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt einen Moment gemeinsam beim Feuer.<br>Oft entsteht dabei ein Gefühl von Verbundenheit, Ruhe und einem kleinen Schritt nach vorne.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer hat diesen Beitrag geschrieben?</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="937" height="1024" src="https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-937x1024.jpg" alt="Pascale Chartrain, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zert. BKiD Kinderwunschberaterin, zert. EMDR-Traumatherapeutin (VDH) und Trauerbegleiterin" class="wp-image-8068" style="width:333px;height:auto" srcset="https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-937x1024.jpg 937w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-275x300.jpg 275w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-768x839.jpg 768w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein.jpg 962w" sizes="(max-width: 937px) 100vw, 937px" /><figcaption class="wp-element-caption">Pascale Chartrain, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zert. BKiD Kinderwunschberaterin, zert. EMDR-Traumatherapeutin (VDH) und Trauerbegleiterin</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ich heiße&nbsp;Pascale. Seit mehr als 15 Jahren begleite ich Frauen während langer und schwerer Kinderwunschzeiten: traumasensibel, körperorientiert und mit einem feinen Blick für das, was innerlich zu viel geworden ist oder Aufmerksamkeit braucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In meiner Arbeit geht es darum, den über die <a href="/kinderwunschbegleitung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vielen Behandlungen angesammelten Gefühle</a><a href="/kinderwunschbegleitung/">n</a> und Körperempfindungen auf eine gute, erträgliche Art Raum zu geben – damit du dahinter wieder neue Hoffnung und neue Kraft für weitere Versuche spüren kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich begleite dich auch traumasensibel, körperorientiert und mit viel Erfahrung und Empathie, wenn du eine <a href="/hilfe-nach-fehlgeburt/" data-type="link" data-id="/hilfe-nach-fehlgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fehlgeburt</a>, eine <a href="/eileiterschwangerschaft-verarbeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eileiterschwangerschaft</a>, eine <a href="/hilfe-nach-totgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">stille Geburt</a>, einen <a href="/hilfe-nach-medizinisch-indiziertem-schwangerschaftsabbruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch</a> oder ein <a href="https://www.kinderwunschzeit.de/geburtstrauma-verarbeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geburtst</a><a href="/geburtstrauma-verarbeiten/" data-type="link" data-id="/geburtstrauma-verarbeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">r</a><a href="https://www.kinderwunschzeit.de/geburtstrauma-verarbeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">auma</a> in meiner Praxis in Berlin oder Online bewältigen möchtest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich arbeite mit wissenschaftlich fundierten <a href="/methoden/" data-type="link" data-id="/methoden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Methoden</a> wie <a href="/emdr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EMDR</a>, <a href="https://www.kinderwunschzeit.de/brainspotting/">Brai</a><a href="/brainspotting/" data-type="link" data-id="/brainspotting/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nspotting</a> und inneren Bildern. Diese Methoden helfen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und dein Nervensystem zu stabilisieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit meiner Begleitung kannst du wieder mehr Ruhe, Halt und Stabilität in dir finden – das Erlebte belastet dich nicht mehr so stark und du spürst Schritt für Schritt wieder mehr Boden unter den Füßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>👉&nbsp;<a href="/pascale-chartrain/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mehr über mich und meine Ausbildungen</a></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Traumasensible Hilfe nach einer negativen ICSI/IVF</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, dass diese Tipps euch helfen werden, die Trauer nach einer negativen IVF oder ICSI zu verarbeiten.<br>Wenn ihr als Paar oder als betroffene Kinderwunschpatientin Begleitung braucht, bin ich gern für euch da – mit meinem ganzen Herzen, Empathie und wirksamen Methoden, um euch durch diese herausfordernde Zeit zu unterstützen.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">In einem kostenfreien Kennenlerngespräch schauen wir gemeinsam, ob meine Begleitung zu dir und deiner Situation passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://www.kinderwunschzeit.de/tipps-bei-trauer-nach-negativer-ivf-icsi/">Tipps bei Trauer nach negativer IVF/ICSI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kinderwunschzeit.de">Kinderwunschzeit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fallbeispiel: Verlustverarbeitung vor Kinderwunschbehandlung</title>
		<link>https://www.kinderwunschzeit.de/fallbeispiel-verlustverarbeitung-vor-kinderwunschbehandlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kinderwunschzeit]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 14:50:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fallbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbereitung auf ICSI IVF IUI]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderwunschzeit.de/?p=7240</guid>

					<description><![CDATA[<p>EMDR und emotionale Begleitung bei Kinderwunsch – Stressreduktion und Verarbeitung früherer Verluste Ein einfühlsames Praxisbeispiel zur Verlustverarbeitung vor Kinderwunschbehandlung und zur Reduktion von Kinderwunsch-Stress mittels EMDR und inneren Bildern. Beispiel wurde anonymisiert. Julia kam zu mir mit dem Wunsch nach einem zweiten Kind, der sich trotz guter Chancen nicht erfüllen wollte. In der Kombination aus [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading">EMDR und emotionale Begleitung bei Kinderwunsch – Stressreduktion und Verarbeitung früherer Verluste</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Ein einfühlsames Praxisbeispiel zur <strong>Verlustverarbeitung vor Kinderwunschbehandlung</strong> und zur <strong>Reduktion von Kinderwunsch-Stress mittels EMDR</strong> und inneren Bildern. Beispiel wurde anonymisiert. Julia kam zu mir mit dem Wunsch nach einem zweiten Kind, der sich trotz guter Chancen nicht erfüllen wollte. In der Kombination aus EMDR und emotionaler Begleitung konnte sie alte Verluste verarbeiten, ihren inneren Stress lösen und neue Kraft für ihren Kinderwunsch gewinnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bericht über eine psychologische Begleitung bei Verlustverarbeitung im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Belastungen im Kinderwunsch: Wenn Stress und frühere Verluste den Weg erschweren</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Julia kam zu mir mit dem Wunsch nach einem zweiten Kind, der sich bisher trotz mehrerer Embryotransfers nicht erfüllt hatte. Sie litt zunehmend unter Stress und spürte, dass ihre Kraft, weiterzumachen, zu Ende ging – obwohl es laut ihrer Kinderwunschärztin gute Chancen auf Erfolg gab. Diese empfahl ihr schließlich, zu mir zu kommen, um den <strong>Stress in den Kinderwunschbehandlungen zu reduzieren</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr erstes Kind, Elena, war gleich beim ersten Versuch entstanden. Sie wurde per Kaiserschnitt geboren, alles verlief gut, und Julia konnte sie problemlos stillen. Doch die erneuten Kinderwunschbehandlungen setzten ihr sehr zu, und sie wollte verstehen, woran das lag.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unverarbeitete Verluste vor der Kinderwunschbehandlung: Warum sie so relevant sind</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz vor Elena hatte sie bereits eine Schwangerschaft erlebt – ihr Sohn Leo war jedoch nicht gesund. Bei ihm wurde eine Trisomie 21 mit einem schweren Herzfehler festgestellt, sodass nicht sicher war, ob er überhaupt lebensfähig sein würde. Julia und ihr Partner trafen schweren Herzens die Entscheidung für einen Abbruch. Sie fühlten, dass sie nicht die Kraft hätten, ein Kind zu gebären, dessen Überleben ungewiss war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie erlebte eine stille Geburt. Diese Erfahrung machte sie zutiefst traurig. Sie nahm sich Zeit, um Leo zu betrauern, wollte jedoch so schnell wie möglich wieder schwanger werden. Schon wenige Monate später wurde Elena mit Hilfe einer Kinderwunschbehandlung gezeugt. Nach ein paar Jahren wollte sie ein weiteres Kind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Julia spürte, dass sie noch immer starke, traurige Gefühle gegenüber Leo hatte. Diese Belastung erhöhte den <strong>Stress bei den Kinderwunschbehandlungen, die bisher ohne Einnistung geblieben waren – sieben Transfers insgesamt</strong>. Nach der stillen Geburt hatte sie fünf bis sechs Stunden Psychotherapie in Anspruch genommen. Trotzdem hatte sie Leo damals nicht angesehen. Es waren zwar Fotos gemacht worden, doch sie konnte sie sich nicht anschauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sie draußen Kinder mit Trisomie sah, fühlte sie sofort Sympathie und Bewunderung und den Impuls, sie zu verteidigen, wenn andere Menschen abwertend reagierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich konnte deutlich spüren, dass in ihrem Herzen noch etwas keinen Platz gefunden hatte. Ich hatte den Eindruck, dass Schuldgefühle geblieben waren und Leo innerlich noch keinen richtigen Platz in ihrem Leben und in ihrem Herzen hatte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stille Geburt verarbeiten mit EMDR: Psychologische Unterstützung bei traumatischen Erfahrungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fragte sie, ob sie die Kraft hätte, die stille Geburt innerlich noch einmal aufzusuchen und wahrzunehmen, welche Gedanken, Gefühle oder Erinnerungen vielleicht noch Aufmerksamkeit brauchen. Ich erklärte ihr, wie EMDR und innere Bilder in solchen Situationen hilfreich sein können, und bereitete sie darauf vor. Sie war einverstanden und fühlte sich stabil genug dafür.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen berichten, dass bei Verlusterfahrungen EMDR in Kombination mit Inneren Bildern ihnen hilft, belastende Erinnerungen zu verarbeiten. Wir sehen nicht mit den Augen, sondern mit dem Gehirn. In unserer Vorstellungswelt können Erfahrungen entstehen, die heilend wirken und als positive, korrigierende Erinnerungen abgespeichert werden. Wichtig ist, dass diese inneren Bilder nach der emotionalen Verarbeitung von selbst entstehen – erst dann ist die Wirkung nachhaltig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Begleitung durch EMDR führte ich Julia in ihrer Vorstellung zurück zu der stillen Geburt – als heutige Julia. Ich achtete stets darauf, dass sie stabil blieb und jedes auftauchende Gefühl wahrnehmen und gleich mit EMDR verarbeiten konnte. Ich fragte sie, ob sie heute in der Situation einen Impuls verspürt, den sie damals nicht erleben konnte, aber heute gern nachholen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Vorstellung ging sie zu Leo und schaute ihn an. Sie spürte, wie ein wunderschönes, warmes Licht aus ihm herausströmte. Sie konnte ihm ihre Traurigkeit zeigen – darüber, dass er nicht gesund war. Sie erinnerte sich, dass sie nach der Diagnose bis zur stillen Geburt ihre Liebe zu ihm nicht mehr zulassen konnte. Das tat ihr unheimlich leid. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals hatte sie sich vom Schicksal bestraft gefühlt, war zutiefst enttäuscht und wütend – auch auf sich selbst – und nicht mehr in der Lage, Leo weiter ihre Liebe zu schenken, weil der Schmerz des Loslassens zu groß war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schuldgefühle nach Schwangerschaftsabbruch: Emotionale Entlastung durch EMDR</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nun lud ich sie ein, in ihrer Vorstellung ihr Herz zu öffnen und ihm ihre Liebe zu zeigen, die sie nun wieder spüren konnte. Unter Tränen der Erleichterung bat sie Leo um Entschuldigung, dass sie damals nicht die Kraft gehabt hatten, herauszufinden, ob sein Herz stark genug gewesen wäre, und dass sie mit ihrem Mann über sein Weiterleben entschieden hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie spürte Leos Vergebung – und eine große Erleichterung in ihrem Herzen. Ich schlug ihr vor, Leo zu sagen, dass er ihr erstes Kind ist und es immer bleiben wird, der große Bruder von Elena. Leo reagierte in ihrer inneren Welt sehr positiv darauf, und Julia fühlte viel Frieden in ihrem Herzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles hatte nun seine Ordnung und seinen Platz gefunden. Die Verbindung zu Leo war wieder liebevoll. Sie sagte, er fühle sich nun gesehen, geliebt und als Teil der Familie. Die Schuldgefühle waren gewichen – an ihre Stelle war Liebe getreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Innere Stabilisierung vor IVF/ICSI: Wie emotionale Verarbeitung Kraft zurückgibt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende der Sitzung konnte sie sich zum ersten Mal das Foto von Leo anschauen. Sie wollte ihm zu Hause einen schönen Platz geben, sichtbar auch für andere – als Zeichen, dass er Teil der Familie ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie spürte, dass sie jetzt wieder mehr Kraft für ein weiteres Kind und Stabilität für weitere Behandlungsversuche hatte – für ein drittes Kind, nicht, wie sie zu Beginn gesagt hatte, für ein zweites. Sie wurde zufälligerweise beim nächsten Versuch schwanger. (Ob und wann eine Schwangerschaft entsteht, hängt natürlich von vielen medizinischen Faktoren ab).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Verlustverarbeitung stärkt die emotionale Basis für weitere Kinderwunschbehandlungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist notwendig, <strong>frühere <a href="/mentale-vorbereitung-auf-ivf-icsi/" data-type="link" data-id="/mentale-vorbereitung-auf-ivf-icsi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verluste vor einer Kinderwunschbehandlung gut zu verarbeiten</a> und zu integrieren</strong>. Das reduziert spürbar den empfundenen Stress und stärkt die psychische Stabilität für den weiteren Kinderwunschweg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn jeder nicht eingenistete Embryo wird als Verlust erlebt. Wenn frühere, unverarbeitete Verluste in der Psyche noch präsent sind, schwingen sie mit und verstärken die emotionale Belastung jedes weiteren Verlustes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine einfühlsame <strong><a href="/fehlgeburt-und-geburtstrauma-verarbeiten/" data-type="link" data-id="/fehlgeburt-und-geburtstrauma-verarbeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Trauerbegleitung bei Verlusten nach Kinderwunschbehandlungen</a></strong> – insbesondere mit Methoden wie <strong>EMDR bei Kinderwunsch</strong> oder inneren Bildern – kann helfen, solche Erlebnisse zu integrieren, Stress zu reduzieren und schnell einen neuen Raum für Vertrauen und Hoffnung zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211;&gt; Mehr zur emotionalen Verarbeitung von Schwangerschaftsabbruch und stiller Geburt findest du <a href="/hilfe-nach-medizinisch-indiziertem-schwangerschaftsabbruch/" data-type="link" data-id="/hilfe-nach-medizinisch-indiziertem-schwangerschaftsabbruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch braucht die betroffene Frau weniger psychische Kraft für weitere Versuche, die oft notwendig sind. Eine gute <strong>Verlustverarbeitung vor Kinderwunschbehandlung</strong> kann den Weg zur Schwangerschaft spürbar erleichtern – und den inneren Raum für neues Leben öffnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer hat diesen Beitrag geschrieben?</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="937" height="1024" src="https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-937x1024.jpg" alt="Pascale Chartrain, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zert. BKiD Kinderwunschberaterin, zert. EMDR-Traumatherapeutin (VDH) und Trauerbegleiterin" class="wp-image-8068" style="width:333px;height:auto" srcset="https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-937x1024.jpg 937w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-275x300.jpg 275w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-768x839.jpg 768w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein.jpg 962w" sizes="(max-width: 937px) 100vw, 937px" /><figcaption class="wp-element-caption">Pascale Chartrain, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zert. BKiD Kinderwunschberaterin, zert. EMDR-Traumatherapeutin (VDH) und Trauerbegleiterin</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ich heiße Pascale. Seit vielen Jahren begleite ich Frauen während <a href="/kinderwunschbegleitung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">langer und schwerer Kinderwunschzeiten:</a> traumasensibel, körperorientiert und mit einem feinen Blick für das, was innerlich zu viel geworden ist oder Aufmerksamkeit braucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich begleite dich traumasensibel, körperorientiert und mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Begleitung von Frauen nach <a href="/hilfe-nach-fehlgeburt/" data-type="link" data-id="/hilfe-nach-fehlgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fehlgeburt</a>, <a href="/eileiterschwangerschaft-verarbeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eileiterschwangerschaft</a>, <a href="/hilfe-nach-totgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">stiller Geburt</a>, <a href="/hilfe-nach-medizinisch-indiziertem-schwangerschaftsabbruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">medizinisch indiziertem Schwangerschaftsabbruch</a> oder Geburtstrauma in meiner Praxis in Berlin oder Online.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich arbeite mit wissenschaftlich fundierten&nbsp;<a href="/methoden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Methoden</a>&nbsp;wie&nbsp;<a href="/emdr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EMDR</a>,&nbsp;<a href="/brainspotting/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Brainspotting</a>&nbsp;und inneren Bildern. Diese Methoden helfen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und dein Nervensystem zu stabilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit meiner Begleitung kannst du wieder mehr Ruhe, Halt und Stabilität in dir finden – das Erlebte belastet dich nicht mehr so stark und du spürst Schritt für Schritt wieder mehr Boden unter den Füßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>👉 <a href="/pascale-chartrain/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mehr über mich und meine Ausbildungen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">In einem kostenfreien Kennenlerngespräch schauen wir gemeinsam, ob meine Begleitung zu dir und deiner Situation passt.</p>



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		<title>Fallbeispiel: Trauerbewältigung mit EMDR bei Angst vor Fehlgeburt</title>
		<link>https://www.kinderwunschzeit.de/fallbeispiel-trauerbewaeltigung-mit-emdr-bei-angst-vor-fehlgeburt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kinderwunschzeit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 14:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fallbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlgeburt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderwunschzeit.de/?p=7197</guid>

					<description><![CDATA[<p>Fallbeispiel: Trauerbewältigung mit EMDR bei Angst vor Fehlgeburt Hinweis: Es geht hier um Trauerbewältigung mit EMDR in Bezug auf mehrere Fehlgeburten. Dieses Beispiel ist anonymisiert. Es zeigt, wie emotionale Unterstützung und EMDR in meiner Praxis Frauen helfen können, belastende Erlebnisse zu verarbeiten. Es ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Die Sitzungen dauerten jeweils 2 Stunden. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading">Fallbeispiel: Trauerbewältigung mit EMDR bei Angst vor Fehlgeburt</h1>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hinweis:</strong> Es geht hier um <strong>Trauerbewältigung mit EMDR</strong> in Bezug auf mehrere Fehlgeburten. Dieses Beispiel ist anonymisiert. Es zeigt, wie emotionale Unterstützung und EMDR in meiner Praxis Frauen helfen können, belastende Erlebnisse zu verarbeiten. Es ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Die Sitzungen dauerten jeweils 2 Stunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hintergrund: Die Angst entstand durch drei nicht verarbeitete Schwangerschaftsverluste</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marta kam zu mir in die Praxis, weil sie sich ein zweites Kind wünschte. Sie hatte bereits drei Fehlgeburten mit einem früheren Partner erlebt und große Angst, dass es mit ihrem neuen Partner wieder passieren könnte. Die Kinderwunschklinik konnte keine Ursache finden. Wichtig war, dass Marta bisher keine Gelegenheit hatte, diese Verluste emotional zu verarbeiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie hatte beim ersten Kind ihre Schwangerschaft kaum genießen können, da ihre Mutter sterbenskrank war. Sie hat die ganze Zeit ihre Mutter bis Ende der Schwangerschaft gepflegt. Sie empfand noch viel Trauer über den Verlust ihrer Mutter. Diese Trauer schwang mit der Trauer der Fehlgeburten zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir vereinbarten, zuerst den Tod der Mutter zu verarbeiten, damit die Trauer nicht mehr mitschwingt. Im zweiten Schritt wollten wir dann die unverarbeiteten Gefühle der Schwangerschaftsverluste Schritt für Schritt aufarbeiten. Und dann könnten wir überprüfen, ob die Angst vor einer Folgeschwangerschaft noch vorhanden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ich stellte ihr den Ablauf vor, den ich über die Zeit entwickelt hatte, der aus 5 Phasen besteht. Marta ging nur mit der ersten Phase in Resonanz. Deswegen einigten wir uns darauf, nur die Phase 1: das &#8222;wie sie die Abgänge erlebte oder erfahren hatte&#8220; zu verarbeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Sitzung – Anamnese der Fehlgeburten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marta beschrieb ihre Fehlgeburten und die Situationen, die heute noch stark belasteten. Besonders traumatisch waren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zwei Abgänge, die sie alleine im Bad erlebte.</li>



<li>Die Diagnose beim Frauenarzt, dass der dritte Embryo keinen Herzschlag hatte.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem zeigte sich, dass sie damals keinen Partner hatte, der empathisch reagieren konnte, und ein Glaubenssatz in ihr wirkte: „Sei stark, jammere nicht, sonst bekommst du keinen Respekt.“ Trauer und Schock wurden unterdrückt und kaum mit Partner oder Freundinnen geteilt – nur mit einer Tante, die auch diese Erfahrung mal gemacht hatte, traute sie sich, sich darüber ein wenig auszutauschen. Sie wollte keine andere Person damit belasten. Sie drückte die Gefühle weg und schaute nach vorne, so wie sie es gewohnt war. Bis jetzt hatte diese Strategie geholfen. Aber nun nicht mehr&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Sitzung – Verluste der Mutter: wirksame Trauerbewältigung mit EMDR</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir begannen mit einer Szene aus der Zeit, als ihre Mutter krank war und immer weniger Kraft hatte. Dann gingen wir zu dem Moment, als sie starb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit EMDR können solche eingefrorenen emotionalen Bilder sich bewegen und sich entladen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie konnte Gefühle zulassen, die damals keinen Raum hatten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Überforderung/Hilflosigkeit</li>



<li>Wut auf das Schicksal und auf die Krankheit</li>



<li>Ungerechtigkeit</li>



<li>Traurigkeit, dass sie keine Zeit hatte, die Schwangerschaft zu genießen.</li>



<li>Sie konnte am Ende die Liebe zu ihrer Mutter stärker spüren</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trauer durfte fließen. Sie weinte und sagte später: „Das war alles so groß und zu viel. Ich hatte keine Chance, das damals zu fühlen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende der Sitzung war sie erschöpft, aber <strong>innerlich leichter</strong>. Die Wut war weg. Sie wurde sich noch bewusster darüber, wie viel sie geleistet hatte und wie überfordert sie sich gefühlt hatte. Durch das Wegdrücken, konnte sie damals weiter funktionieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erklärte ihr, dass sich in den Tagen danach vielleicht noch Trauer lösen kann – und dass das ein gutes Zeichen ist. Nicht ein Rückfall, sondern ein Durchatmen. In der 3. Sitzung meinte sie, es kam Trauer nach, aber auf eine ruhige und erlösende Art.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Sitzung – Trauerbewältigung mit EMDR: die Abgänge durch Fehlgeburt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir arbeiteten mit der ersten und zweiten Fehlgeburt. Nicht in Worten. Sondern mit den Gefühlen und Körperempfindungen. Das ist übrigens der Vorteil von EMDR. Während der Verarbeitung mit EMDR muss man nicht viel erzählen, sondern eher die Gefühle und die Körperempfindungen wahrnehmen, ganz achtsam, ohne etwas verändern zu wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es zeigten sich mehrere Gefühle: Schock. Ekel. Trauer. Enttäuschung. Und dann dieses <em>tiefe, einsame Gefühl</em>. Das kannte sie aus ihrer Kindheit. Sie musste alles allein mit sich selber ausmachen und verarbeiten. Gefühle hatten zu Hause keinen Platz in Verbindung mit den Eltern. Es war sehr wichtig dieses Gefühl zuzulassen für ihre Bewusstwerdung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit EMDR konnten sich die Bilder entladen.<br>Die Tränen kamen – aber sie waren <strong>erlösend</strong>, nicht überwältigend. Am Ende sagte sie:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Ich kann diese Situationen jetzt anschauen, ohne hineinzufallen. Ich spüre den Abstand“.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist genau der Moment, der zeigt: Die Erinnerung bleibt. Aber die <strong>Erinnerung trägt nicht mehr die ganze Last</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Sitzung – Trauerbewältigung mit EMDR: die schlimmste Fehlgeburt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzte Fehlgeburt in der 9. Schwangerschaftswoche war emotional am intensivsten, da Marta bereits eine liebevolle Verbindung zu dem Kind aufgebaut hatte. Mit EMDR in Verbindung mit Inneren Bildern bearbeiteten wir die traumatischen Momente beim Frauenarzt und die damit verbundenen Schockgefühle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort war auch &#8222;Alleinsein&#8220; ein Thema, da sie beim Frauenarzt allein war. Deswegen habe ich mit der &#8222;Marta von heute&#8220; gearbeitet. Ich schickte sie in ihrer Vorstellung zu der &#8222;Marta von damals&#8220; beim Frauenarzt. Mit Hilfe meiner Begleitung konnte sie mit ihr gemeinsam die Gefühle zulassen und verarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erinnerung konnte an Ladung verlieren, was die Erstarrung betrifft. Am Ende hatte sie ein inneres Bild wie sie sich beide in den Armen hielten, etwas ruhiger, nachdem sie zusammen geweint hatten. Sie fühlte sich geborgen und nicht mehr allein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich nutzten wir ein Ritual mit kleinen Filzkugeln, die die Embryos symbolisierten. Marta gab jedem Kind einen Namen – ein symbolischer Akt, der den Kindern einen <strong>festen Platz in ihrem Herzen und ihrer Familie</strong> schenkte und fand einen Platz für sie auch in ihrem Garten. Das schaffte zusätzlich noch Ruhe in ihrem Herzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ergebnisse der Trauerbewältigung der Schwangerschaftsverluste und der Mutter mit EMDR</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marta berichtete:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Albträume wurden weicher.</li>



<li>Die Angst vor einer erneuten Schwangerschaft hatte sich in Zuversicht verwandelt.</li>



<li>Sie konnte ihre Gefühle ernst nehmen und sie kommunizieren statt sie wegzudrücken.</li>



<li>Und sie konnte die liebevolle Fürsorge ihres heutigen Partners <strong>endlich an sich heranlassen</strong>.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sagte am Ende unserer gemeinsamen Arbeit:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe nicht mehr das Gefühl, dass ich das allein tragen muss. Ich kann meine Gefühle mit meinem Partner teilen&#8220;.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wir brauchten die <a href="/hilfe-bei-angst-vor-fehlgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Angst vor Fehlgeburt</a> nicht weiter zu bearbeiten. Sie freute sich auf den nächsten Versuch und wusste, egal was passiert: Sie wird mit ihrem Partner gut damit umgehen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">FAZIT: Möglichkeiten durch Trauerbewältigung mit EMDR</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Praxisbeispiel zeigt:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade wenn du keinen Raum hast, um deine Gefühle zuzulassen, oder wenn die Gefühle dich überwältigen: EMDR und gezielte emotionale Begleitung können schnell helfen, traumatische Erfahrungen wie Fehlgeburten oder andere Verluste zu verarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kleine Rituale, empathische Unterstützung und strukturierte Sitzungen</strong> tragen dazu bei, innere Stabilität und emotionale Balance zurückzugewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EMDR hat einen nachhaltigen Effekt. Die Patientin spürt bereits in der Sitzung, dass Abstand/Entspannung entsteht, und die Wirkung entwickelt sich in den Tagen danach noch weiter. Sehr oft berichten die Patientinnen über mehr Leichtigkeit und über eine tiefere Atmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du selbst Angst vor einer Fehlgeburt hast, weil du davor Schwangerschaftsverluste erlebt hast, bin ich gern für dich da, um dich durch die Gefühle zu begleiten. So kannst du in meiner Begleitung die Gefühle in Ruhe und in einem Raum voller Sicherheit und Geborgenheit verarbeiten und neue Zuversicht daraus schöpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="/hilfe-nach-fehlgeburt/" data-type="link" data-id="/hilfe-nach-fehlgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lies hier mehr</a> über die Verarbeitung einer Fehlgeburt und <a href="/hilfe-bei-angst-vor-fehlgeburt/" data-type="link" data-id="/hilfe-bei-angst-vor-fehlgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> über Hilfe bei Angst vor Fehlgeburt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer hat diesen Beitrag geschrieben?</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="937" height="1024" src="https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-937x1024.jpg" alt="Pascale Chartrain, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zert. BKiD Kinderwunschberaterin, zert. EMDR-Traumatherapeutin (VDH) und Trauerbegleiterin" class="wp-image-8068" style="width:333px;height:auto" srcset="https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-937x1024.jpg 937w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-275x300.jpg 275w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein-768x839.jpg 768w, https://www.kinderwunschzeit.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260308_163606-klein.jpg 962w" sizes="auto, (max-width: 937px) 100vw, 937px" /><figcaption class="wp-element-caption">Pascale Chartrain, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zert. BKiD Kinderwunschberaterin, zert. EMDR-Traumatherapeutin (VDH) und Trauerbegleiterin</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich heiße&nbsp;Pascale. Seit vielen Jahren begleite ich Frauen während <a href="/kinderwunschbegleitung/" data-type="link" data-id="/kinderwunschbegleitung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">langer und schwerer Kinderwunschzeiten</a>: traumasensibel, körperorientiert und mit einem feinen Blick für das, was innerlich zu viel geworden ist oder Aufmerksamkeit braucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich begleite dich auch traumasensibel und mit mehr als 15 Jahren Erfahrung, wenn du eine <a href="/hilfe-nach-fehlgeburt/" data-type="link" data-id="/hilfe-nach-fehlgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fehlgeburt</a>, <a href="/eileiterschwangerschaft-verarbeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eileiterschwangerschaft</a>, <a href="/hilfe-nach-totgeburt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">stille Geburt</a>, <a href="/hilfe-nach-medizinisch-indiziertem-schwangerschaftsabbruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch</a> oder ein <a href="/geburtstrauma-verarbeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geburtstrauma</a> in meiner Praxis in Berlin oder Online bewältigen möchtest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich arbeite mit wissenschaftlich fundierten&nbsp;<a href="/methoden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Methoden</a>&nbsp;wie&nbsp;<a href="/emdr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EMDR</a>,&nbsp;<a href="/brainspotting/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Brainspotting</a>&nbsp;und inneren Bildern. Diese Methoden helfen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und dein Nervensystem zu stabilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit meiner Begleitung kannst du wieder mehr Ruhe, Halt und Stabilität in dir finden – das Erlebte belastet dich nicht mehr so stark und du spürst Schritt für Schritt wieder mehr Boden unter den Füßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>👉 <a href="/pascale-chartrain/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mehr über mich und meine Ausbildungen</a></strong></p>



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