0173 613 28 50
Methoden : wingwave, EMDR, Brainspotting gegen Kinderwunschstress

Brainspotting – belastende Gefühle in der Kinderwunschzeit sanft verarbeiten

Manche Gefühle sind so stark, dass es schwerfällt, sich ihnen überhaupt zuzuwenden. Vielleicht spürst du die Angst, Trauer oder innere Anspannung nicht nur emotional, sondern sehr deutlich in deinem Körper.

Gerade bei einer sehr großen Belastung arbeite ich gern mit Brainspotting. Die Methode ermöglicht eine sanfte Verarbeitung in deinem eigenen Tempo. Du musst dabei nicht viel erzählen und auch nicht genau wissen, woher eine starke Reaktion kommt.

Gemeinsam finden wir einen Weg, wie du dich deinem belastenden Gefühl oder der körperlichen Empfindung zuwenden kannst, ohne dass es dich überwältigt. Du behältst dabei jederzeit die Kontrolle darüber, wie intensiv die Verarbeitung für dich sein darf.

Was ist Brainspotting?

Brainspotting wurde 2003 von Dr. David Grand entwickelt, nachdem er viele Jahre mit EMDR gearbeitet hatte. Die Methode bezieht neben den belastenden Gefühlen besonders die körperlichen Reaktionen mit ein.

Stress lösen mit Brainspotting

Beim Brainspotting richten wir die Aufmerksamkeit auf das, was du bei einem belastenden Thema in deinem Körper spürst. Gleichzeitig suchen wir gemeinsam einen bestimmten Blickpunkt in deinem Gesichtsfeld, der mit dieser Reaktion verbunden ist.

Diesen Blickpunkt bezeichnen wir als Brainspot. Während du den Blick dort ruhen lässt, beobachtest du, was sich in dir verändert. Die emotionale Verarbeitung kann zusätzlich durch eine bilaterale Stimulation unterstützt werden. Dabei hörst du über Kopfhörer abwechselnde Töne auf dem rechten und linken Ohr oder hältst kleine Geräte in den Händen, die sanft abwechselnd vibrieren.

Du musst den Prozess nicht bewusst steuern oder verstehen. Ich begleite dich dabei und achte gemeinsam mit dir darauf, dass die Verarbeitung für dich gut auszuhalten bleibt. Gefühle und körperliche Empfindungen können sich dabei Schritt für Schritt verändern und an Intensität verlieren.

Bei welchen Belastungen ich Brainspotting einsetze

In meiner Praxis setze ich Brainspotting vor allem dann ein, wenn belastende Gefühle sehr stark sind oder sich deutlich im Körper zeigen.

Das kann zum Beispiel der Fall sein bei:

  • lang anhaltender Trauer nach der ersten erfolglosen Kinderwunschbehandlung
  • Panik davor, kinderlos zu bleiben
  • belastenden Erinnerungen an medizinische Eingriffe, eine schwierige Geburt oder andere überwältigende Erfahrungen
  • körperlich spürbarer Angst vor Spritzen, Blutabnahmen, Narkosen oder einer Punktion
  • unangenehmen Körperempfindungen bei dem Gedanken, schwanger zu werden, obwohl der Wunsch nach einem Kind da ist
  • lang anhaltenden emotionalen und körperlichen Reaktionen auf eine belastende Situation in der Kinderwunschzeit

Brainspotting kann auch dann hilfreich sein, wenn du die Ursache deiner starken Reaktion nicht kennst. Du musst dich nicht bewusst an das ursprüngliche Ereignis erinnern, um mit dem Gefühl oder der körperlichen Reaktion arbeiten zu können. Bei der Verarbeitung geht es nicht darum, verborgene Erinnerungen hervorzuholen, sondern mit dem zu arbeiten, was du heute fühlst und in deinem Körper spürst.

Wie läuft eine Brainspotting-Sitzung bei mir ab?

Pascale Chartrain, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zert. BKiD Kinderwunschberaterin, zert. EMDR-Traumatherapeutin (VDH) und Trauerbegleiterin, Ausgebildet in Brainspotting (Niveau 1-3)

Zu Beginn schauen wir gemeinsam, welches Gefühl oder welche körperliche Reaktion sich bei einer belastenden Situation zeigt. Du verbindest dich mit dem, was du heute fühlst und in deinem Körper spürst – wenn die Belastung für dich nicht zu stark ist.

Anschließend suchen wir gemeinsam nach einem oder mehreren Brainspots, die mit deinen Körperempfindungen in Resonanz gehen. Gerade bei einer sehr großen Belastung müssen wir nicht an dem Blickpunkt arbeiten, an dem du dein Gefühl am stärksten spürst. Wir können einen Brainspot wählen, bei dem die Intensität für dich gut auszuhalten ist.

Wenn die Belastung sehr groß ist, arbeiten wir zunächst mit Ressourcenpunkten. Dort kann sich dein Körper beruhigen und regulieren.

Du bestimmst jederzeit mit, wie intensiv die Verarbeitung für dich sein darf. Ich begleite dich dabei und achte darauf, dass du dich während des Prozesses sicher und gut aufgehoben fühlst.

Während der Sitzung kannst du oft bereits wahrnehmen, dass die Belastung an Intensität verliert und dein Körper ruhiger wird, wenn du wieder an die belastende Situation denkst.

Meine Erfahrung mit Brainspotting

Ich arbeite seit 2014 mit Brainspotting und bin in Brainspotting Niveau 1 bis 3 ausgebildet. Da ich bereits seit 2008 fast täglich mit EMDR arbeite, habe ich über viele Jahre Erfahrungen mit beiden Methoden gesammelt.

Besonders überzeugt hat mich die Arbeit mit Ressourcenpunkten. Ich erlebe immer wieder, wie gut sich meine Klientinnen dabei regulieren können und wie beruhigend es für sie ist zu wissen, dass sie nicht in einer starken Belastung bleiben müssen.

Diese Erfahrung ist einer der Gründe, warum ich Brainspotting besonders gern bei sehr großer emotionaler Belastung einsetze.

Ob Brainspotting oder EMDR für dich besser passt, entscheiden wir nicht nach einem festen Schema. Wir schauen gemeinsam, welche Methode zu dir, deiner Belastung und dem, was du im Moment gut aushalten kannst, stimmiger ist.

Häufige Fragen zu Brainspotting

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen ist Brainspotting auch online möglich. Ich arbeite dabei über eine geschützte Therapeutensoftware. Die bilaterale Stimulation erfolgt online in der Regel über abwechselnde Töne auf dem rechten und linken Ohr.

Besonders intensive Verarbeitungsprozesse begleite ich meist in meiner Praxis in Berlin. Wenn wir uns bereits kennen und du dich mit Brainspotting sicher fühlst, kann die Methode aber auch online sehr gut eingesetzt werden – zum Beispiel zwischen zwei Präsenzterminen oder wenn eine Anreise gerade nicht möglich ist.

Häufig beginnen wir die Verarbeitung in meiner Praxis und setzen einzelne Brainspotting- oder EMDR-Sitzungen später online fort. Gemeinsam schauen wir, welche Form der Begleitung in deiner aktuellen Situation am besten zu dir passt.

Ich setze Brainspotting vor allem dann ein, wenn die emotionale Belastung sehr groß ist und die Klientin während der Verarbeitung besonders viel Sicherheit braucht.

Sehr gute Erfahrungen habe ich zum Beispiel bei Geburtstraumata, nach einer Eileiterschwangerschaft oder nach einem medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch gemacht. Es sind Situationen, die viele Frauen als existenziell erleben und die tiefe Spuren hinterlassen können.

Gerade beim späten medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch erlebe ich immer wieder, dass der Tag des Abschieds – insbesondere der Moment, in dem das Leben des Babys im Mutterleib beendet wird – als zutiefst traumatisch erlebt werden kann. Die Bilder, Gefühle und Körperreaktionen können noch lange nachwirken.

Auch solche belastenden Erinnerungen können wir gemeinsam mit Brainspotting behutsam verarbeiten. Durch die Arbeit mit Ressourcenpunkten musst du dich der Belastung nicht dauerhaft aussetzen. Du kannst dich ihr in deinem eigenen Tempo annähern und dich zwischendurch immer wieder regulieren.

Viele Klientinnen erleben diese Arbeitsweise als sanft und gleichzeitig überraschend schnell wirksam.

Ja, häufig ist genau das der Grund, warum sich Frauen für Brainspotting interessieren. Die belastenden Gefühle verschwinden nicht dadurch, dass wir sie vermeiden. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns ihnen gemeinsam zuwenden.

Du musst dabei aber nicht lange in der Belastung bleiben. Oft reicht es zunächst aus, das Gefühl oder die Körperreaktion nur für wenige Sekunden wahrzunehmen. Wenn es zu viel wird, wechseln wir wieder zu einem Ressourcenpunkt, an dem dein Körper sich beruhigen und regulieren kann.

Auf diese Weise kannst du dich der Belastung Schritt für Schritt annähern – in deinem eigenen Tempo und mit der Sicherheit, dass wir jederzeit wieder Abstand gewinnen können, wenn es notwendig ist.

Das musst du nicht selbst entscheiden. Im kostenfreien Kennenlerngespräch und in den ersten Sitzungen lernen wir uns kennen und schauen gemeinsam, welche Belastungen dich heute am meisten beschäftigen und wie stark sie sich anfühlen.

Ich erkläre dir beide Methoden verständlich und beantworte deine Fragen. Anschließend entscheiden wir gemeinsam, welche Arbeitsweise im Moment besser zu dir und deiner Situation passt. Für Brainspotting ist es wichtig, dass wir an einer Körperempfindung ansetzen können. Bei EMDR reicht häufig ein belastendes Gefühl als Ausgangspunkt aus.

Brainspotting nutze ich außerdem manchmal, wenn es um die Verarbeitung einer längeren belastenden Phase geht, in der viele einzelne Situationen zusammengekommen sind. Das kann manchmal hilfreicher sein, als jede einzelne Situation mit EMDR zu verarbeiten.

Entscheidend ist für mich nicht die Methode selbst. Wichtig ist, dass du dich sicher fühlst und wir gemeinsam den Weg finden, der zu deiner aktuellen Belastung und zu deinen Möglichkeiten passt.

Es gibt einen Weg, dich deinen Gefühlen sicher anzunähern

Du musst belastende Erfahrungen nicht verdrängen, aber du musst sie auch nicht allein aushalten.

Mit Brainspotting können wir gemeinsam einen Weg finden, wie du dich deinen belastenden Gefühlen in deinem eigenen Tempo annähern kannst – mit der Sicherheit, dass dein Körper jederzeit wieder zur Ruhe kommen darf.

Wenn du wissen möchtest, ob Brainspotting für deine Situation geeignet sein kann, beantworte ich deine Fragen gern in einem kostenfreien Kennenlerngespräch.

Zertifizierte BKiD-Kinderwunschberaterin

Erfahrungen & Bewertungen zu Psychologische Kinderwunschberatung - Pascale Chartrain
0173 613 28 50     Kontakt für eine Beratung     Praxis VALEO, Pascale Chartrain, Genter Str. 56, 13353 Berlin