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Hilfe nach Fehlgeburt und Totgeburt in Berlin

Sie hatten sich so auf Ihr Baby gefreut, hatten womöglich schon Pläne geschmiedet und dann passierte das Unfassbare: Das Herz Ihres Baby hörte auf zu schlagen, von heute auf morgen, grundlos. Die Nachricht bei der Frauenärztin zieht Ihnen den Boden unter den Füßen weg. Schockzustand. Leere… Und Sie merken, dass es Ihnen in der Zeit danach gar nicht gut geht. Hier kann Hilfe nach einer Fehlgeburt oder Totgeburt sehr unterstützend sein, um den schweren Verlust leichter zu bewältigen und nicht allein damit zu bleiben. Besonders wenn Sie weiterhin vorhaben, schwanger zu werden, ist es wichtig, das verlorene Baby gut verabschiedet zu haben, damit Sie das nächste Kind gut annehmen können und nicht als „Ersatzkind“ empfunden wird.

Die Fehlgeburt

Sie wurden schwanger und sich sehr auf Ihr Kind gefreut. Doch leider haben Sie innerhalb des ersten Trimesters eine Fehlgeburt erlitten. Ihr ungeborenes Baby hat sich plötzlich nicht weiterentwickelt oder das Herz hörte plötzlich wieder auf zu schlagen. Eine Schwangerschaft, die mit einer Fehlgeburt endet, ist ein Albtraum für jede Mutter!
Die meisten Aborte (manchmal auch missed Abortion genannt, wenn der Embryo in der Gebärmutter verbleibt) finden zwischen der 6. und 12. Schwangerschaftswoche statt. Eine solche Fehlgeburt tritt bei etwa 25% der Schwangerschaften auf. Die Ursachen dafür sind leider nur selten bekannt.
Falls Sie den Embryo bereits per Ultraschall gesehen haben und seinen Herzschlag erkennen konnten, ist spätestens da eine besondere Verbindung zwischen Ihnen und Ihrem Wunschkind entstanden.
Die schlechte Nachricht vom Gynäkologen muss sich dann für Sie wie ein Weltuntergang angefühlt haben. Sie sind von Leere, Ohnmacht und Trauer erfüllt. Fassungslosigkeit macht sich breit. „Wie kann das sein, so plötzlich? Habe ich etwas falsch gemacht?“, fragen Sie sich vielleicht. Die Antwort ist aber: Nein, meistens haben Sie, als werdende Mutter, keinen Fehler gemacht.

Missed Abortion oder Abgang?

Eine missed Abortion wird eher beim Frauenarzt festgestellt. Manchmal geschieht der Verlust aber noch plötzlicher als oben beschrieben. Sie sind unterwegs oder zu Hause, bekommen starke Blutungen und verlieren dabei den Embryo. Viele erleben den Abort sogar auf der Toilette und sehen sich damit konfrontiert, ihr Ungeborenes wegspülen zu müssen. Solch ein Abgang ist für viele traumatisch.
Umso wichtiger ist es, solche Erlebnisse zur verarbeiten. Bei vielen Frauen sitzt die Erschütterung darüber sehr tief. Oder Sie haben ein Bild vor dem inneren Auge, das sehr belastend ist. Allein gelingt es Ihnen nicht, von diesem Bild loszukommen; es zu unterdrücken kostet viel Kraft und erschöpft. Bei meiner Trauerbegleitung ist dies ein wichtiges Thema, das oft bearbeitet werden muss. Anschließend geben wir dem Kind innerlich einen guten Platz.

Vorbereitung auf die Ausschabung

Bei einer missed Abortion kann es passieren, dass eine Ausschabung nötig wird. Nehmen Sie sich Zeit bis zur Ausschabung. Erlauben Sie sich, selbst die Entscheidung zu treffen, ob Sie sofort eine Kürettage wollen oder ob Sie Ihrem Körper und Ihrer Seele Zeit geben wollen, bis der Embryo von allein abgeht. Sie können diese Wartezeit nutzen, um sich von Ihrem Kind zu verabschieden. Wenn Sie möchten, berate ich Sie, wie Sie vom Ihrem geliebten Sternenkind, das noch im Bauch ist, Abschied nehmen und es loslassen können. Das ist eine sehr gute psychologische Vorbereitung zur Ausschabung, es kann aber auch einen natürlichen Abgang unterstützen und ist ein wichtiger erster Schritt zur Verarbeitung einer Fehlgeburt.

Die Totgeburt

„Ich musste mein totes Kind gebären. Es war so furchtbar still“.

Sie haben Ihr Kind mehrere Monate getragen und eine gute Bindung mit ihm aufgebaut und plötzlich passiert das Unerklärliche: Es bewegt sich nicht mehr. Das Herz schlägt nicht mehr. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel trifft es sie und es tut wahnsinnig weh. Plötzlich bleibt die Welt für Sie stehen. Sie fühlen sich wie in einer Blase, ganz allein oder als Paar. Sie staunen, dass sich die Welt um Sie herum weiterdreht, ohne dass Sie sich daran beteiligen können. Sie fühlen sich wie aus der Welt hinausgeworfen! Sie sind leer und völlig entsetzt.
Dann sagt Ihnen Ihr Gynäkologe auch noch, dass Sie Ihr totes Kind zur Welt bringen müssen: Eine sogenannte stille Geburt. Der Gedanke daran, ein Kind tot zur Welt zu bringen, ist für alle Mütter ein Albtraum.
Aber es ist auch eine Chance: Sie können ihr Kind sehen, es bewundern und mit einem ersten Schritt den Trauerprozess beginnen. Viele Krankenhäuser unterstützen die betroffenen Paare im Prozess des Abschieds und ermöglichen, das Baby zu sehen, wann immer sie wollen. Manche haben sogar kostenlose Kleidung, die Ehrenamtliche genäht/gestickt haben. Ehrenamtliche Fotografen bieten auch an, Erinnerungsfotos zu machen, damit sie ihr Baby gut in Erinnerung halten können (siehe unten).

Die Verarbeitung einer Totgeburt dauert meistens etwas länger. Sie hatten viel länger Verbindung zu Ihrem Kind und die größere Hormonumstellung bringt Sie sicher noch mehr durcheinander. Auch da empfehle ich Ihnen unbedingt Hilfe nach der Totgeburt in Anspruch zu nehmen: Ich begleite Sie einfühlsam durch die Phasen der Trauerbewältigung. Ich nehme Sie an die Hand, um Schritt für Schritt all die Gefühle in einem geschützten Raum zuzulassen und zu bearbeiten.

Abschied nehmen von Ihrem Sternenkind vor der stillen Geburt

Nehmen Sie sich Zeit bis zur stillen Geburt. Erlauben Sie sich, selbst die Entscheidung zu treffen, wann Ihr Körper und Ihre Seele soweit sind, Ihr Baby erst mal körperlich gehen zu lassen. Sie können diese Wartezeit nutzen, um sich innerlich von Ihrem Baby zu verabschieden. Wenn Sie möchten, berate ich Sie, wie Sie vom Ihrem geliebten, ungeborenen Kind, Abschied nehmen können. Das ist eine sehr gute psychologische Hilfe als Vorbereitung auf die stille Geburt und ein wichtiger erster Schritt für einen gelungenen Trauerprozess.

Die stille Geburt bewusst erleben

Die stille Geburt bewusst zu erleben, ist eine Hilfe für die Verarbeitung einer Totgeburt.
Betroffene Mütter berichten, dass eine stille Geburt – ohne Kaiserschnitt – ihnen geholfen hat, den Tod ihres Babys / Fötus’ besser zu begreifen und zu verarbeiten. Eine natürliche Geburt hat den Vorteil, dass Sie durch den Geburtsschmerz aus dem „Gefühl der Leere“ oder aus dem Schock herauskommen. Bei der Geburt erleben Sie einen intensiven Kontakt zu Ihrem Kind. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Sie die Totgeburt besser bewältigen können, wenn Sie Ihr Kind zuerst im vollen Bewusstsein empfangen, in den Armen gehalten und angeschaut haben.

Es ist zu empfehlen – wenn Sie können – Fotos oder Fußabdrücke machen zu lassen. So haben Sie wertvolle Spuren, die an die Existenz Ihres Kindes erinnern. Nutzen Sie bitte all diese Möglichkeiten. Sie sind gute Hilfen nach einer Totgeburt . Es kann auch hilfreich sein, die Seelsorge im Krankenhaus hinzuzuziehen.
Lassen Sie sich krankschreiben, um sich Zeit zu nehmen, die Fehlgeburt oder Totgeburt zu verkraften. Wegdrücken und sich Ablenken lassen den Schmerz nicht verschwinden, sondern „drücken“ ihn erst recht in Ihren Körper und Ihre Psyche hinein. Das kann negative Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben oder den Trauerprozess stoppen.

Psychische Probleme nach einer Fehlgeburt oder nach einer Totgeburt

Woran können Sie merken, ob Sie psychologische Hilfe nach einer Fehlgeburt brauchen?
Für manche Frauen kann eine Fehlgeburt wie ein traumatisches Erlebnis sein und psychische Probleme mit sich bringen. Sie konnten in der Situation nichts mehr kontrollieren und fühlten sich sehr hilflos und machtlos. Die eventuelle Ausschabung kann manchmal sogar zum zweiten Albtraum werden.
Ich empfehle Ihnen, psychologische Hilfe nach einer Fehlgeburt in Anspruch zu nehmen, wenn:

  1. haben, dass Sie sich Ihre Trauer und andere Gefühle nicht erlauben können.
  2. Sie sich allein nicht trauen, diese Gefühle zuzulassen oder keine Zeit/Raum dafür haben.
  3. Sie sich bei einigen der folgenden Beschreibungen erkennen:
    1. Der Anblick schwangerer Frauen ist schwer zu ertragen.
    2. Nach 1 – 2 Monaten weinen Sie immer noch, wenn Sie darüber sprechen oder daran denken.
    3. Sie wollen lieber alles vergessen, was passiert ist, da die Gedanken daran zu schmerzhaft sind.
    4. Sie fühlen sich verzweifelt und haben immer weniger Kraft für Ihren Alltag.
    5. Sie bewerten den Verlust als Ihr eigenes Versagen.
    6. Sie bleiben in der Wut oder in Schuldgefühlen stecken.
    7. Sie erkennen sich nicht mehr, da Sie sehr empfindlich reagieren und aggressiver sind als sonst.
    8. Sie fühlen sich mit der Trauer einsam und schlafen schlecht, oder haben sogar Panikattacken.
    9. Es zeigen sich körperliche Beschwerden, aber der Arzt kann nichts Organisches feststellen.
    10. Sie haben die Tendenz, sich betäuben zu wollen, durch Rastlosigkeit, viel Arbeit, viel Essen, Alkohol, viele Ablenkungen.
    11. Ihr Gewicht hat sich seitdem verändert: nach oben oder nach unten.

Psychologische Hilfe nach einer Fehlgeburt oder Totgeburt

Ärzte empfehlen wenigstens 3 Monate zu warten bis zum nächsten Versuch, schwanger zu werden. In diesen 3 Monaten ist es sehr hilfreich sich eine psychologische Hilfe nach der Fehlgeburt oder Totgeburt zur Seite zu holen. Wenn Sie meine Unterstützung hinzuziehen, können wir gemeinsam den Trauerprozess angehen und den Verlust verarbeiten. Die 3 Monaten sind für die Gebärmutter, das Gleichgewicht Ihrer Hormone und für Ihre Psyche wichtig. Aber es ist auch für das nächste Kind sehr bedeutend, damit es nicht zum „Ersatzkind“ wird.

Viele meine Klientinnen, die nach einem Fehlgeburt oder Totgeburt zu mir kamen, hatten große Angst wieder schwanger zu werden. „Es könnte genauso wieder passieren, da wir nicht wissen, woran es liegt“. Diese Angst ist nach dem Verlust ganz normal. Sie verändert sich aber, wenn Sie den Verlust emotional verarbeitet haben. Die Erlebnisse und das verstorbene Baby haben einen Platz gefunden und werden integriert. Es ist einmal passiert, aber es muss nicht noch mal passieren. Jeder Schwangerschaft ist anders und kann mit einer glücklichen Geburt enden. Nach der Verarbeitung der Fehlgeburt hatten meine Klientinnen weniger psychische Probleme, sie hatten weniger Angst, wieder schwanger zu werden, sondern eher Zuversicht. Einige haben mir bei der letzten Sitzung gesagt, dass sie wieder schwanger waren und sich darüber freuen können.

Verarbeitung einer Fehlgeburt oder Totgeburt

Trauer ist keine Krankheit, sondern eine normale Reaktion auf einen Verlust, die uns hilft, das unerklärliche entweder zu begreifen oder als unerklärlich so stehen lassen zu können. Es hilft uns das Unbegreifliche zu verkraften und zu akzeptieren. Eine Fehlgeburt oder eine Totgeburt zu verarbeiten heißt, Sie darin zu unterstützen, alle Gefühle in Ihrem eigenen Rhythmus zuzulassen. Es geht darum, dass wir uns zusammen in einen geschützten Raum begeben, um dem Unfassbaren nach und nach einen Platz im Leben zu geben. Es geht darum, die schlimmen Erlebnisse und die Erinnerungen und Gefühle dazu zur Ruhe kommen zu lassen. Die Erinnerungen werden emotional entladen, sodass Sie trotzdem stabil bleiben, wenn Sie wieder daran denken.
Es ist wichtig, nicht in der Frage “Warum ist es mir passiert?” zu verharren. Denn oft gibt es keine Antwort auf das „Warum“ und es hält einen in der Vergangenheit fest. Meine Klientinnen entdecken oft für sich, dass dieses Ereignis nachhaltig etwas in Ihrem Leben positiv verändert hat: Seien es Werte, Prioritäten im Leben, Freunde oder der vermehrte Kontakt mit ihrem Selbstwertgefühl oder ihrer Selbstliebe. Egal was Sie dadurch integrieren: Es ist, als ob dadurch Ihr Kind nachhaltige Spuren in Ihrem Leben hinterlässt und damit immer in Ihrem Leben präsent bleiben wird. Manche sehr wichtige Menschen brauchen nur ein paar Wochen, um das Leben von anderen Menschen nachhaltig positiv zu beeinflussen: Ihr Kind hat das gewiss für Sie getan. Ich bin gern für Sie da, um zusammen mit Ihnen herauszufinden, um welche Spuren es da in Ihrem Fall geht. Dies ist meistens ein großer Trost für die verwaisten Eltern.

Totgeburt oder Fehlgeburt: was der Psyche hilft

Ich habe in meiner mehr als zehnjährigen Arbeit als Trauerbegleiterin ein Ritual für den Abschied eines Sternenkindes erarbeitet. Ich stelle immer wieder fest, wie gut es der Psyche meiner Klientinnen hilft, den Verlust des ungeborenen Kindes zu verarbeiten. Das Ritual beinhaltet 5 Phasen, die die Mütter meistens gut ansprechen. Wir entscheiden zusammen, welcher Teil von dieses Ablaufs für Ihren Trauerprozess hilfreich ist. Das ist abhängig davon, wie und wann Sie Ihr Baby verloren haben.

Welche Ziele können durch den Abschied vom Ihrem Sternenkind erreicht werden:

  • Die Situationen, die mit der Fehlgeburt oder Totgeburt verbunden sind (beim Frauenarzt, im Krankenhaus, mit Partner/Familie), werden so verarbeitet, dass Sie sie nicht mehr zu unterdrücken brauchen. D.h. wenn Sie wieder daran denken, ist es traurig, aber Sie spüren genügend emotionalen Stabilität. Das gibt meinen Klientinnen meistens viel Kraft zurück und die empfundene Schwere lässt dadurch nach.
  • Sie haben eine starke, herzliche innere Verbindung zu Ihrem Kind aufgebaut, bei der Sie mehr Liebe als Trauer spüren. Diese Verbindung kann Ihnen niemand wegnehmen. Sie wissen, wie Sie mit den Jahrestagen gut umgehen können, und Sie spüren die innere Erlaubnis, nochmal schwanger werden zu dürfen.
  • Sie fühlen sich nicht mehr als Opfer des Schicksals. Sie schließen Frieden mit der Fehlgeburt, selbst wenn Sie nicht verstehen, warum es Ihnen passiert ist. Sie ziehen daraus neue Erkenntnisse für Ihr Leben. Manche Werte verändern sich nach so einem Ereignis.
  • Sie sind mit Ihrer Gebärmutter wieder versöhnt (falls es nicht so war). Mit Ihrem Kind im Herzen spüren Sie mehr Kraft, wieder nach vorn zu schauen. Es hat seinen Platz in Ihrem Herzen und in Ihrer Familie innerlich bekommen und behält ihn. Sie können sich auf einen neuen Versuch, ein neues Kind, einlassen.

Verschiedene Trauerwege von Männern und Frauen

Oft führe ich zuerst ein Gespräch mit dem verwaisten Ehepaar, wenn die Frauen erwähnen, dass es Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Partner seit dem Verlust des Ungeborenen gibt. Männer trauern anders als Frauen. Aber jeder hat die Tendenz dem anderen das zu geben, was ihm auch selbst hilft. Das ist hier bei Trauerbewältigung nicht sinnvoll. Mit dem Gespräch zu dritt erläutern wir die unterschiedlichen Trauerwege und beseitigen die falschen Deutungen, die zwischen Mann und Frau stehen. Männer lernen, wie sie Ihrer Frau zur Seite stehen können und Frauen, wie sie Ihren Mann am besten unterstützen. Das bringt etwas Entspannung in der Situation hinein, da jeder den anderen in seiner Trauer und seinen Bedürfnissen besser versteht und somit besser auf seine Partnerin/seinen Partner eingehen kann.

Welche Methoden nutze ich für die psychologische Hilfe nach Fehlgeburt und Totgeburt

Es gibt inzwischen bewährte Methoden aus dem Bereich der Traumatherapie, die die Verarbeitung von Gefühlen stark unterstützen.

Wenn ich mit einer Klientin eine Fehlgeburt oder Totgeburt verarbeite, nutze ich zusätzlich zu Gesprächen mehrere moderne Methoden: wingwave® bzw. EMDR, Brainspotting und Innere Bilder, die sich bei der Bewältigung von Gefühlen bewährt haben. Sie kommen aus dem Bereich der Traumatherapie.
Sie sind deswegen wirkungsvoll, weil ein Trauerfall nicht über den Verstand verarbeitet werden kann, sondern eher über die Gefühle. Und genau das ist der Vorteil von diesen Methoden: Nicht die Logik, sondern das Gefühlszentrum (das limbische System) kommen zur Hilfe. Ich bringe Ihr limbisches System und Ihr Stammhirn in einen Verarbeitungszustand. Sie merken meistens bereits während der Sitzung, wie die Gefühle und deren Intensität sich positiv verändern. Wenn Sie mehr über die Methoden, die ich anwende, wissen wollen, finden Sie weitere Informationen unter dem Menüpunkt „Methoden und Honorar“. Diese Methoden haben außerdem den Vorteil, dass Sie sie auch zwischen den Sitzungen selbst anwenden können und schwierige Situationen so besser durchleben.

Die Erfahrung in meiner Praxis aus den letzten 11 Jahren hat gezeigt, dass eine Fehlgeburt zu verarbeiten durchschnittlich zwischen 2-10 Stunden dauern kann, je nachdem welche Verbindung Sie mit dem Kind schon gefühlt haben und wie dramatisch der Verlust abgelaufen ist. Bei einer Totgeburt kann es etwas länger dauern (12-14 Stunden), auch hier hängt es ganz von den Umständen ab.
Meine Klientinnen definieren selbst den Rhythmus der Zusammenarbeit, ich empfehle die Arbeit in zweistündigen Sitzungen.

Hier ist der Standard-Ablauf meiner Psychologischen Hilfe nach Fehlgeburt und Totgeburt in Berlin:

  • Sitzung 1: Sie erzählen mir, wie und was genau passiert ist und definieren, welche Situationen für Sie noch besonders schmerzhaft sind. Ich erkläre Ihnen die Methoden und die Phasen und wir entscheiden zusammen, womit wir das nächste Mal anfangen, damit Sie Vertrauen zu der Methode gewinnen.
  • Sitzung 2: Wir beginnen, die schmerzhaften Erinnerungen zu verarbeiten mit EMDR oder mit Brainspotting je nach stärke Ihrer Belastung. Meistens entsteht dabei eine große Erleichterung, da die Klientin sofort merkt, dass es ihr hilft.
  • Ab Sitzung 3: Die Trauerverarbeitung beginnt und damit verbunden der Aufbau einer positive Verbindung zum ungeborenen Kind.

Die Voraussetzungen, die Sie mitbringen sollten, um mit mir den Verlust zu verarbeiten, sind:

    • die Bereitschaft, sich mit Ihren Gefühlen auseinanderzusetzen,
    • Sie hatten direkt vor dem Verlust keine schwere Depression,
    • Sie haben vorher nicht unter krankhaft mangelndem Selbstwertgefühl gelitten.

Unerfüllter Kinderwunsch und Fehlgeburt

Wenn Sie mit dem Kind, das Sie verloren haben, erst mit Hilfe einer Kinderwunschbehandlung schwanger geworden sind, empfehle ich Ihnen noch mehr, den Verlust vor dem nächsten Versuch zu verarbeiten. Eine Kinderwunschbehandlung kostet viel Kraft und Sie brauchen sie erstrecht, um sich nach einer Fehlgeburt auf den nächsten Versuch einzulassen.
Selbst Frauen, die natürlich schwanger geworden sind, haben nach einer Fehlgeburt oder Totgeburt Angst, dass sie nie wieder schwanger werden. Bei einer Frau, die nur mit Hilfe einer ICSI oder IVF schwanger werden kann, stellte ich bei meinen Klientinnen fest, dass die Angst noch größer und die Trauer noch intensiver. Zu bedenken ist auch, dass jeder ICSI- oder IVF-Versuch, der nicht zu einer Schwangerschaft führt, die vorherigen Verluste reaktiviert. Es bedeutet folgendes: Wenn vorherige Verluste nicht emotional verarbeitet worden sind, kann sich die Intensität der Enttäuschung nach einer ICSI oder IVF ohne positiver Schwangerschaftstest von Mal zu Mal schlimmer anfühlen und zu depressiven Zuständen führen. Bitte achten gut auf sich und nehmen Sie sich Zeit zwischen den Versuchen, um wieder ganz stabil zu werden.

Lernen Sie Ihre Trauerbegleiterin für eine Psychologische Hilfe nach Fehlgeburt oder Totgeburt in Berlin persönlich kennen

Gern begleite ich Sie mit viel emotionaler Zuwendung, Einfühlungsvermögen und Kompetenz nach dem Verlust Ihres Kindes oder Ihrer Kinder. Nutzen Sie die Möglichkeit eines 30-minütigen kostenlosen telefonischen Vorgesprächs! Rufen Sie mich an. Meine Telefonnummer: 030 – 45 49 45 44 oder 0173 613 28 50. Ich freue mich auf Sie!

Sie möchten mich persönlich kennen lernen? Für einen einmaligen Beitrag von 20 Euro können wir das Kennenlerngespräch (30 Minuten) auch unter 4 Augen in meiner Praxis zur Beratung bei Kinderwunsch in Berlin führen.

Für Nicht-Berlinerinnen biete ich die Möglichkeit einer Therapie am Wochenende. Wir machen meistens ca. 2-3 Stunden Freitagabend, Samstag und Sonntag, je nachdem was das Vorgespräch ergibt. Gern können Sie dabei meine Praxis als Schlafmöglichkeit nutzen (15 Euro/ Nacht).