Trauma und Trauer nach einem medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch
Psychologische Unterstützung und Traumatherapie bei belastenden Erinnerungen, Schuldgefühlen und dem Verlust Ihres Babys
Sie haben einen medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch erlebt – nach der Diagnose einer schweren Erkrankung oder Fehlbildung Ihres Babys.
Seitdem fühlen Sie sich vielleicht psychisch stark belastet, traurig, verzweifelt oder schuldig. Möglicherweise werden Sie von widersprüchlichen Gefühlen überwältigt. Vielleicht haben Sie Albträume, belastende Erinnerungen, die sich immer wieder aufdrängen, oder kreisende Gedanken, die nicht zur Ruhe kommen.
Sie vermissen Ihr Baby sehr und rechnen vielleicht nach, in welcher Schwangerschaftswoche Sie heute wären. Der Verlust lässt Sie nicht los.
Und Sie merken, dass Gespräche allein Ihnen nicht mehr ausreichend helfen?
Sie sind mit diesen Reaktionen nicht allein. Viele Frauen und Paare erleben nach einem medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch eine tiefe seelische Krise. Manche fühlen sich traumatisiert, andere erleben eine große innere Leere oder finden kaum Worte für das, was geschehen ist.
Eine psychologische Begleitung oder Traumatherapie kann Ihnen helfen, den Schmerz, die belastenden Erinnerungen und den Verlust zu verarbeiten. Schritt für Schritt kann es möglich werden, wieder mehr Ruhe zu finden und mit Ihrem Baby im Herzen nach vorne zu schauen.
Traumasensible Begleitung nach einem Schwangerschaftsabbruch:
Das Erlebte verarbeiten
In einem geschützten Raum können wir gemeinsam das Erlebte behutsam und achtsam verarbeiten.
Nach einem medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch gibt es häufig mehrere Situationen, die besonders belastend sind. Vielleicht haben Sie Albträume, aufdrängende Erinnerungen oder kreisende Gedanken, die nicht zur Ruhe kommen.

Viele Frauen erleben nach einem medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch außerdem Symptome, die an eine Traumafolgestörung erinnern können: Bilder drängen sich immer wieder auf, Schuldgefühle belasten den Alltag oder bestimmte Situationen lösen intensive Gefühle aus. Manche Betroffene haben das Gefühl, innerlich immer wieder in die damalige Situation zurückversetzt zu werden.
Oft sind es insbesondere diese Momente:
- Der Tag, an dem Sie erfahren haben, dass Ihr Baby schwer erkrankt oder nicht lebensfähig ist.
- Der Tag des Schwangerschaftsabbruchs.
- Die stille Geburt und der Abschied von Ihrem Baby.
Mit fachlicher Kompetenz, viel Einfühlungsvermögen und langjähriger Erfahrung begleite ich Sie traumasensibel dabei, diese Erlebnisse Schritt für Schritt zu verarbeiten und in Ihre Lebensgeschichte zu integrieren.
Das Ziel ist nicht, zu vergessen. Vielmehr geht es darum, dass die Erinnerungen ihren überwältigenden Charakter verlieren. Sie müssen die belastenden Situationen nicht länger wegdrücken und können mit den dazugehörigen Gefühlen besser umgehen, wenn Sie daran denken oder darüber sprechen.
Dieser Weg braucht Mut. Deshalb achten wir während der gesamten Begleitung darauf, dass Sie sich ausreichend sicher fühlen, Ihre Belastungsgrenzen respektiert werden und Sie sich von mir gut aufgefangen fühlen.
Dabei können wir mit EMDR oder Brainspotting arbeiten. Brainspotting ermöglicht häufig eine besonders sanfte Form der Verarbeitung. Sie entscheiden jederzeit selbst, was Sie sich zutrauen und in welchem Tempo Sie vorgehen möchten. Gemeinsam sorgen wir für die Sicherheit, die Sie für diesen Prozess benötigen.
Wichtig ist mir, dass Sie immer spüren: Sie behalten die Kontrolle. Sie können belastende Gefühle jederzeit wieder verlassen, wenn Sie das möchten. Gern erkläre ich Ihnen, wie eine Verarbeitung mit Brainspotting oder EMDR abläuft und welche Methode für Sie passend sein könnte.
Den Verlust Ihres Babys nach einem Schwangerschaftsabbruch verarbeiten
Mit meiner Erfahrung als EMDR-Traumatherapeutin und Trauerbegleiterin unterstütze ich Sie einfühlsam und kompetent dabei, nach und nach wieder Frieden zu finden und eine liebevolle innere Verbindung zu Ihrem Baby zu entwickeln. Ziel ist nicht, Ihr Kind zu vergessen oder loszulassen. Vielmehr geht es darum, den Verlust zu verarbeiten und zu akzeptieren, dass Ihr Baby nicht mehr in Ihrem Alltag, sondern in Ihrem Herzen weiterlebt.
Viele Eltern empfinden es als hilfreich, ihrem Baby einen Namen zu geben und ihm einen festen Platz in ihrer Familie zu schenken. Dadurch kann eine liebevolle Erinnerung entstehen, die Trost spendet und die Verbindung zum Kind bewahrt.
Wenn die Trauer mit der Zeit ihren überwältigenden Charakter verliert, entsteht oft wieder Raum für neue Lebensperspektiven. Manche Eltern spüren dann den Wunsch nach einem weiteren Kind. Dieses Kind ersetzt jedoch nicht das verstorbene Geschwisterkind, sondern erweitert die Familie auf seine eigene Weise.
Ihr Baby war gewünscht und wurde vielleicht sogar nach einer Kinderwunschbehandlung empfangen. Die Enttäuschung, die Trauer und der Schmerz über den Verlust dürfen ausreichend Raum bekommen.
Aus meiner langjährigen Erfahrung habe ich ein Abschiedsritual in vier Phasen entwickelt. Es unterstützt Eltern dabei, ihrem Baby innerlich einen würdevollen Platz zu geben – als eine stille Verbindung, die nicht vergessen werden muss, sondern mit Liebe, Mitgefühl und Dankbarkeit betrachtet werden darf.
Dabei arbeite ich mit Traumatherapie und inneren Bildern. Während des gesamten Prozesses achten wir darauf, dass Sie sich sicher fühlen und von mir gut aufgefangen werden. Diese Sicherheit hilft Ihrem Nervensystem, sich zu regulieren und den Verlust Schritt für Schritt zu verarbeiten und zu integrieren.
Ich begleite Sie auch dann, wenn besondere Tage näher rücken, beispielsweise der errechnete Geburtstermin, der Jahrestag des Verlustes oder andere bedeutsame Erinnerungsdaten. Gemeinsam überlegen wir, wie Sie diesen Tag gestalten können, und verarbeiten die Gefühle, die sich im Vorfeld zeigen, auf traumasensible Weise.
Methoden als Hilfe nach einem medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch
Ich arbeite – neben klientenzentrierten Gesprächen – mit bewährten traumatherapeutischen Methoden wie EMDR, Brainspotting und inneren Bildern. Diese Verfahren können dabei helfen, überwältigende Gefühle zu verarbeiten und die seelischen Folgen eines medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruchs Schritt für Schritt zu lindern.
EMDR: Belastende Erinnerungen nach einem Schwangerschaftsabbruch verarbeiten

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine wissenschaftlich anerkannte Traumatherapie. Die Methode unterstützt das Gehirn dabei, belastende Erfahrungen und Erinnerungen zu verarbeiten. Viele Klientinnen erleben bereits während der Sitzungen eine spürbare Entlastung und fühlen sich innerlich ruhiger.
Brainspotting: Sanfte Traumatherapie nach einem Schwangerschaftsabbruch
Brainspotting ist eine Weiterentwicklung körperorientierter Traumatherapieansätze und kann besonders hilfreich sein, wenn die Gefühle so intensiv sind, dass sie nur für kurze Zeit zugelassen werden können. Die Methode arbeitet in einem geschützten Rahmen und ermöglicht häufig eine sehr sanfte Verarbeitung belastender Erfahrungen. Brainspotting kann sowohl bei traumatischen Erlebnissen als auch bei Depressionen, Ängsten oder starker emotionaler Belastung nach einem Schwangerschaftsabbruch unterstützen.
IInnere Bilder: Dem Baby einen liebevollen Platz im Herzen geben
Innere Bilder transportieren Gefühle und erleichtern den Zugang zu Emotionen, die verarbeitet werden möchten. Sie eignen sich besonders gut für innere Rituale und Abschiedsprozesse nach dem Verlust eines Babys.
In Kombination mit EMDR oder Brainspotting können innere Bilder dabei helfen, dem Baby einen würdevollen Platz im Herzen und in der Familiengeschichte zu geben.
Für welche Schwangerschaftsabbrüche biete ich psychologische Hilfe und Traumatherapie an?
Ein Schwangerschaftsabbruch kann aus sehr unterschiedlichen Gründen erfolgen – und jede Situation bringt eigene seelische Belastungen mit sich.
Mein Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von Frauen und Paaren nach einem medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch. Häufig bestand ein großer Kinderwunsch, und manche Schwangerschaften sind erst nach einer Kinderwunschbehandlung entstanden.
Ich begleite Frauen und Paare nach einem medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch – unabhängig davon, in welcher Schwangerschaftswoche der Abbruch stattgefunden hat.
Dazu gehören beispielsweise Schwangerschaftsabbrüche nach der Diagnose einer schweren Erkrankung oder Fehlbildung des Babys, bei eingeschränkter Lebensfähigkeit oder in anderen medizinisch belastenden Situationen, die Eltern vor eine schwerwiegende Entscheidung stellen.
Für Schwangerschaftsabbrüche aus sozialen Gründen stehen spezialisierte Beratungsstellen zur Verfügung, die kostenfrei beraten
Medizinisch indiziertem Schwangerschaftsabbruch
Ein medizinisch indizierter Schwangerschaftsabbruch erfolgt, wenn das Leben oder die Gesundheit der Mutter gefährdet ist oder wenn beim Baby schwerwiegende Fehlbildungen, genetische Besonderheiten oder Erkrankungen festgestellt werden.
Oft steht am Anfang eine scheinbar routinemäßige Untersuchung, die sich plötzlich in einen Schockmoment verwandelt: eine Diagnose, die alles verändert.

Viele Eltern beschreiben diesen Moment als „Blitz aus heiterem Himmel“. Die Vorfreude auf das Kind verwandelt sich innerhalb weniger Minuten in Angst, Verzweiflung und tiefe Trauer.
Die Entscheidung über den weiteren Verlauf der Schwangerschaft wird häufig als „unmögliche Wahl“ erlebt – unabhängig davon, wie sie letztlich ausfällt. Je nach Schwangerschaftswoche und medizinischer Situation kann der Schwangerschaftsabbruch sehr unterschiedlich verlaufen. Viele Frauen erleben insbesondere die Geburt und den Abschied von ihrem Baby als tief bewegend und belastend.
Auch wenn die Entscheidung medizinisch begründet oder notwendig war, hinterlässt sie häufig tiefe seelische Spuren. Schuldgefühle, Leere, Zweifel oder die immer wiederkehrende Frage „War es die richtige Entscheidung?“ können lange nachwirken.
In meiner therapeutischen Begleitung finden diese Gefühle, Erinnerungen und belastenden Gedanken ihren Raum – ohne Bewertung, mit Achtsamkeit und großer Empathie.
Hilfe nach Schwangerschaftsabbruch wegen Trisomie 21
Ein Schwangerschaftsabbruch nach der Diagnose einer Trisomie 21 (Down-Syndrom) stellt Eltern oft vor besonders schwierige Fragen.
Ein Kind mit Trisomie 21 ist grundsätzlich lebensfähig. Gleichzeitig erleben viele Eltern die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung ihres Kindes, mögliche gesundheitliche Einschränkungen und die Auswirkungen auf das Familienleben als sehr belastend.
Die Entscheidung für oder gegen die Fortsetzung der Schwangerschaft ist häufig von Ambivalenz, Zweifeln und starken Gefühlen begleitet. Viele Eltern tragen die damit verbundenen Fragen noch lange in sich.
In der Therapie unterstütze ich Sie dabei, innere Konflikte zu verstehen, schmerzhafte Gefühle zu verarbeiten und einen liebevollen Umgang mit Ihrer Entscheidung zu entwickeln.
Ich begleite Sie behutsam auf diesem Weg, damit die Erfahrung Schritt für Schritt integriert werden kann und die Verbindung zu Ihrem Kind in liebevoller Erinnerung bestehen bleibt.
Spätabbruch nach schwerer Diagnose
Seit vielen Jahren begleite ich Frauen, die einen Spätabbruch nach einer schweren Diagnose ihres Babys erleben mussten. Meist erfolgt dieser nach der 22. oder 23. Schwangerschaftswoche aufgrund schwerster medizinischer Befunde.
In solchen Situationen gibt es oft kein „richtig“ oder „falsch“. Jede Entscheidung ist schmerzhaft und verlangt den Eltern außergewöhnlich viel Kraft ab.
Viele Frauen beschreiben den Tag des Schwangerschaftsabbruchs, die Geburt und den Abschied von ihrem Baby als traumatisch – sowohl körperlich als auch seelisch.
Deshalb reichen Gespräche allein manchmal nicht aus. Traumatherapeutische Methoden wie EMDR oder Brainspotting können helfen, belastende Erinnerungen und intensive Gefühle zu verarbeiten und wieder mehr innere Stabilität zu finden.
Schritt für Schritt kann so Raum für Trauer, Selbstmitgefühl und neue Hoffnung entstehen – in Ihrem eigenen Tempo und in einem sicheren, geschützten Rahmen.
Voraussetzungen für die Arbeit mit EMDR und Brainspotting
Damit die Verarbeitung mit EMDR oder Brainspotting gut gelingen kann, sind einige Voraussetzungen hilfreich:
- Die Bereitschaft, sich behutsam mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen.
- Ausreichende psychische Stabilität, um sich den belastenden Erinnerungen schrittweise zuzuwenden.
- Bei bestehenden psychischen Erkrankungen oder einer laufenden Psychotherapie gegebenenfalls eine Abstimmung mit Ihrer behandelnden Therapeutin oder Ihrem Therapeuten.
Ablauf der Therapie

Nach dem Kennenlerngespräch vereinbaren wir zunächst eine einstündige Sitzung. In dieser Stunde können wir gemeinsam prüfen, ob mein Behandlungsansatz zu Ihrem Anliegen passt und ob Sie sich emotional bei mir öffnen können und sich gut aufgehoben fühlen.
Die Sitzungen dauern in der Regel zwei Stunden. In der ersten Sitzung sprechen wir über das, was Sie erlebt haben und was Sie aktuell belastet. Gemeinsam schauen wir, was Sie brauchen und welches Ziel Sie für die Begleitung haben. Meistens erkläre ich Ihnen dabei auch, wie EMDR oder Brainspotting ablaufen, wenn wir uns für eine dieser Methoden entscheiden und beantworte alle Ihre Fragen dazu.
In der zweiten Sitzung beginnen wir mit der eigentlichen Traumaverarbeitung durch EMDR oder Brainspotting – vorausgesetzt, die dafür notwendige Stabilität ist vorhanden. Viele Frauen bekommen bereits dann einen ersten Eindruck davon, ob ihnen diese Art der Begleitung hilft und erleben oft schon eine erste Entlastung.
Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, ist sehr unterschiedlich. Gemeinsam schauen wir regelmäßig, was du brauchst. Du entscheidest jederzeit selbst, ob, in welchem Umfang und in welchem Rhythmus du weitere Unterstützung in Anspruch nehmen möchtest.
Ich bevorzuge die Arbeit in meiner Praxis in Berlin, da die persönliche Begegnung manche Prozesse erleichtern kann. Wenn ausreichend Stabilität vorhanden ist, ist eine Begleitung jedoch auch online möglich.
Ich bin für Sie da – in Berlin oder online
Ob nach einem frühen oder späten medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch:
Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.
Ich begleite Sie mit langjähriger Erfahrung, Achtsamkeit und großer Empathie dabei,
- die seelischen Folgen des Schwangerschaftsabbruchs zu verarbeiten,
- belastende Erinnerungen an die Diagnose, den Abbruchstag oder die stille Geburt zu integrieren,
- mit Schuldgefühlen, Trauer und anderen überwältigenden Gefühlen einen guten Umgang zu finden,
- und den Verlust Ihres Babys in Ihre Lebensgeschichte zu integrieren.
Gemeinsam können wir einen Weg finden, Ihrem Baby einen würdevollen und liebevollen Platz in Ihrem Herzen und in Ihrer Familie zu geben.
Kontaktieren Sie mich gern. In einem geschützten Rahmen begleite ich Sie dabei, Trauer, Schmerz und belastende Erinnerungen Schritt für Schritt zu verarbeiten. Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.



